NIA beantragt Haft für Aktivisten im Elgar-Parishad-Fall – neue Steckbriefe erlassen
Julian HartmannNIA beantragt Haft für Aktivisten im Elgar-Parishad-Fall – neue Steckbriefe erlassen
Die Nationale Ermittlungsbehörde Indiens (NIA) hat im Fall des Elgar Parishad neue rechtliche Schritte eingeleitet. Am 10. Juni 2026 beantragte sie die Aufhebung der Haftverschonung für Vernon Gonsalves und Arun Ferreira. Zudem erließ die Behörde einen Steckbrief gegen zwei flüchtige Beschuldigte in derselben Sache.
Die NIA wirft Gonsalves und Ferreira vor, gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen zu haben. Sie sollen am 19. Januar an einer Veranstaltung im Mumbai Press Club teilgenommen haben. Bei dem Treffen sei es laut Vorwurf darum gegangen, die Ideologie der verbotenen KPI (Maoisten) zu verbreiten und Aktivitäten im Zusammenhang mit der sogenannten „städtischen Naxaliten“-Bewegung zu planen.
Anwesend waren auch andere Beschuldigte, die derzeit auf freiem Fuß sind, darunter Anand Teltumbde, Rona Wilson, Sudhir Dhawale, Hany Babu und Gautam Navlakha. Ebenfalls vor Ort waren Sudha Bharadwaj und Varavara Rao, deren Haftverschonung die NIA bereits zuvor aus ähnlichen Gründen angefochten hatte.
Noch am selben Tag erklärte ein Sondergericht der NIA Prakash, alias Naveen, alias Ritupan Goswami, sowie Ganapathy, alias Mupalla Laxman Rao, für vogelfrei. Beide befinden sich seit der Einleitung des Verfahrens auf der Flucht.
Mit ihrem Vorgehen zielt die NIA auf Personen ab, die ihrer Ansicht nach gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben. Der richterliche Steckbrief formalisiert die Fahndung nach den beiden flüchtigen Beschuldigten. Der Fall bleibt komplex, mit zahlreichen Angeklagten und laufenden Gerichtsverfahren.






