24 May 2026, 20:03

Neues Heizungsgesetz: Kritik an unrealistischen Biobrennstoff-Zielen bis 2040

Grüne fordern Stopp des neuen Heizungsgesetzes

Neues Heizungsgesetz: Kritik an unrealistischen Biobrennstoff-Zielen bis 2040

Das neue Heizungsgesetz der Bundesregierung steht in scharfer Kritik von Oppositionspolitikern und Wirtschaftsverbänden. Der vom Kabinett gebilligte Gesetzentwurf setzt zwar ehrgeizige Ziele für den Einsatz von Biobrennstoffen, enthält aber kaum konkrete Angaben zu Versorgung und Kosten. Kritiker warnen, dass die Pläne Haushalte mit höheren Rechnungen belasten könnten, ohne eine zuverlässige Energiequelle zu garantieren.

Das vorgeschlagene Gesetz schreibt vor, dass bis 2029 mindestens 10 Prozent der Heizungsbrennstoffe aus klimafreundlichen Quellen stammen müssen. Dieser Anteil soll 2030 auf 15 Prozent steigen, 2035 auf 30 Prozent und bis 2040 auf 60 Prozent. Die Regierung räumte jedoch ein, dass sie weder den künftigen Bedarf noch die tatsächliche Verfügbarkeit von Biobrennstoffen verlässlich abschätzen könne.

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Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen, bezeichnete die Regelung als eine „Biogas-Treppe ins Nichts“. Sie warf der Regierung vor, ein „Chaos-Gesetz“ ohne umsetzbare Strategie zur Erfüllung der GrünGas-Quoten überstürzt durchzupeitschen. Badum behauptete zudem, das Gesetz komme der Erdgaslobby zugute und belaste gleichzeitig Mieterhaushalte finanziell.

Auch die Wirtschaftsverbände BDEW und VKU meldeten sich mit Kritik zu Wort. Beide fordern Klarheit darüber, welches reale Biomassepotenzial tatsächlich verfügbar ist und wie die Versorgung ausgebaut werden soll, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

Der Gesetzentwurf steht nun vor weiteren Prüfungen, während Zweifel an seiner Umsetzbarkeit wachsen. Ohne einen klaren Plan zur Beschaffung ausreichender Biobrennstoffe könnten Haushalte und Unternehmen mit steigenden Kosten kämpfen. Bisher hat die Regierung nicht dargelegt, wie sie die notwendige Versorgung rechtzeitig sichern will.

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