26 March 2026, 20:04

Neues Gebäudetyp-E-Gesetz soll Wohnungsbau revolutionieren und Baukosten senken

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Bauplänen und Text auf Papier.

Neues Gebäudetyp-E-Gesetz soll Wohnungsbau revolutionieren und Baukosten senken

Deutschland plant die Einführung eines neuen Gesetzes, das Baukosten senken und Wohnungsbauprojekte beschleunigen soll. Das Gebäudetyp-E-Gesetz, das von Bauministerin Verena Hubertz vorgestellt wurde, vereinfacht oder streicht strenge zivilrechtliche Vorschriften für nicht sicherheitsrelevante Baustandards. Ziel ist es, Wohnraum erschwinglicher zu machen – etwa durch dünnere Wände, weniger Elektroinstallationen und reduzierte Parkplatzvorgaben, während essenzielle Sicherheitsstandards erhalten bleiben.

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Das geplante Gesetz ermöglicht es Bauherren und Käufern, über einen Gebäudetyp-E-Vertrag einfachere Standards zu vereinbaren und so starre technische Vorgaben für nicht kritische Aspekte zu umgehen. Dazu gehören Optionen wie der Verzicht auf Keller, die Reduzierung des Schallschutzes auf das Mindestmaß oder der Einbau einer Grundlüftung ohne Wärmerückgewinnung. Auch die Parkplatzquote sinkt – von bisher 1,0 auf maximal 0,7 Stellplätze pro Wohneinheit.

Die Regelung baut auf bestehenden Landesbauordnungen auf, schafft jedoch keine neuen Standards-Kataloge. Stattdessen setzt sie auf vertragliche Flexibilität, während Kernvorschriften zu Standfestigkeit, Brandschutz und Gesundheit erhalten bleiben. Der Kabinettsentwurf wurde am 6. November 2024 verabschiedet, nachdem Fachleute und Verbände angehört worden waren.

Hubertz betonte, dass das Gesetz sorgfältig ausgearbeitet werden müsse: "Entscheidend ist, dass das Gesetz gut gemacht ist." Zugleich wies sie Spekulationen über einen überstürzten Zeitplan zurück und präzisierte: "Und natürlich peilen wir nicht Weihnachten an." Dennoch bekräftigte sie die Absicht der Regierung, das Gesetz noch vor Ende 2023 zu finalisieren: "Wir schaffen das bis Jahresende."

Die Ministerin hob die Kosteneinsparungen als zentralen Vorteil hervor und erklärte, dass schnellere Bauzeiten direkt zu geringeren Ausgaben führten: "Wenn man schneller bauen kann, spart man viel Geld."

Das Gebäudetyp-E-Gesetz soll günstigeren und schnelleren Wohnungsbau ermöglichen, indem nicht sicherheitsrelevante Standards gelockert werden. Bauherren und Käufer erhalten mehr Spielraum, technische Anforderungen anzupassen – vorausgesetzt, die statische Sicherheit und der Brandschutz bleiben gewahrt. Wann das Gesetz genau in Kraft tritt, steht jedoch noch nicht fest.

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