Neuer REPAIR Act: Kaliforniens Kampf um Transparenz bei ICE-Razzien in Baumärkten
Charlotte RichterNeuer REPAIR Act: Kaliforniens Kampf um Transparenz bei ICE-Razzien in Baumärkten
Die kalifornische StaatsSenatorin Sasha Reneé Pérez hat den REPAIR Act (SB 1103) eingebracht. Das Gesetzesvorhaben zielt darauf ab, die Transparenz bei Abschiebeoperationen in großen Einzelhandelsgeschäften zu erhöhen. Anlass ist der Tod von Carlos Roberto Montoya Valdez während einer Razzia der Einwanderungsbehörde ICE in einem Home-Depot-Markt in Monrovia im vergangenen Jahr.
Im August 2025 war Valdez auf die ostwärts führende Interstate 210 gelaufen, als er vor einer ICE-Operation im Home Depot in Monrovia floh, und wurde dort von einem Auto erfasst. Senatorin Pérez hielt später eine Pressekonferenz auf demselben Parkplatz ab, um auf den Vorfall aufmerksam zu machen.
Der REPAIR Act würde große Baumärkte verpflichten, über Abschiebeoperationen auf ihrem Gelände zu berichten. Zudem müssten sie Offentlichkeit über Überwachungspraktiken, Datenaustausch mit Behörden und den Umgang von Mitarbeitern mit Bundesbehörden wie ICE informieren. Pérez betont, dass die genaue Rolle dieser Händler bei solchen Einsätzen unklar bleibe.
Ein Sprecher von Home Depot versicherte, das Unternehmen beteilige sich nicht an Abschiebeoperationen. Die verwendeten Kennzeichenleser dienten ausschließlich der Diebstahlsprävention und Sicherheit – ein Zugriff durch Bundesbehörden finde nicht statt. Zudem werde das Unternehmen vor solchen Einsätzen in seinen Filialen nicht vorgewarnt.
Das geplante Gesetz soll die Verantwortlichkeit bei Abschiebeoperationen in großen Einzelhandelsketten stärken. Bei Verabschiedung müssten die betroffenen Geschäfte ihre Beteiligung an solchen Maßnahmen dokumentieren und offenlegen. Der Gesetzentwurf ist eine direkte Reaktion auf Valdez’ Tod und die generellen Bedenken, wie Händler mit Bundesbehörden zusammenarbeiten.






