29 June 2026, 19:04

Neue Partei "Georgien Zuerst" will Nationalstaat und Reformen verbinden

Ex-Anwalt von Ivanishvili gründet neue 'veränderungsorientierte' Partei

Neue Partei "Georgien Zuerst" will Nationalstaat und Reformen verbinden

In der georgischen Hauptstadt Tbilissi ist eine neue politische Partei namens Georgien Zuerst gegründet worden. Auf ihrem Gründungskongress wurde Viktor Kipiani zum Vorsitzenden gewählt. Die Gruppe präsentiert sich als eine staatsorientierte Bewegung, die im bürgerlichen Nationalismus verwurzelt ist.

Viktor Kipiani, einst Anwalt des Milliardärs und ehemaligen Ministerpräsidenten Bidsina Iwanischwili, hat nun seine eigene Partei ins Leben gerufen. Sein Bruch mit der regierenden Partei Georgischer Traum begann 2023 aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über ein umstrittenes Gesetz zu „ausländischen Agenten“. Bis 2024 arbeitete er bereits mit der oppositionellen Koalition Starkes Georgien an deren Wahlprogramm mit.

Georgien Zuerst versteht sich nicht nur als reine Oppositionspartei, sondern setzt sich für die Prinzipien eines Nationalstaats ein und positioniert sich als reformorientierte Kraft. Kipiani lehnt es ab, die georgische Bevölkerung in Kategorien wie „Patrioten“ und „Nicht-Patrioten“ einzuteilen. Auch eine Einstufung von Ländern in „freundlich“ oder „unfreundlich“ weist er zurück.

Dem politischen Rat der Partei gehören prominente Persönlichkeiten an, darunter der Reserve-Generalmajor Wachtang Kapanadse und der Diplomat Waleri Tschetschelaschwili. Ebenfalls dabei ist Rusudan Tevsadse, die zuvor die Partei Für Georgien verlassen hatte. Kipiani betonte, dass Georgien Zuerst zwar eigenständig wachsen wolle, aber weiterhin offen für persönliche Kontakte und individuelle Gespräche bleibe.

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Mit einer klaren Vision ist Georgien Zuerst offiziell auf die politische Bühne getreten. Führung und Rat vereinen erfahrene Fachleute – nun geht es darum, sich als eigenständige Kraft in der georgischen Politik zu etablieren.

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