Neue Fernverkehrsstrecke zwischen Hamburg und Berlin soll ländliche Regionen stärken
Finn WolfNeue Fernverkehrsstrecke zwischen Hamburg und Berlin soll ländliche Regionen stärken
Eine länderübergreifende Initiative setzt sich für eine dauerhafte Fernverkehrsstrecke zwischen Hamburg und Berlin ein. Die geplante Route soll Halte in Lüneburg, Uelzen, Salzwedel und Stendal umfassen. Behördenvertreter sind überzeugt, dass diese Verbindung auf starke Nachfrage stoßen und die regionale Entwicklung fördern würde.
Fünf Landkreise und elf Bürgermeister aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben sich zusammengeschlossen, um für die neue Verbindung zu werben. In einem gemeinsamen Schreiben forderten sie das Bundesverkehrsministerium, die Deutsche Bahn und die zuständigen Landesministerien auf, die Strecke einzurichten. Zu den Unterzeichnern gehört auch Salzwedels Bürgermeister Olaf Meining, der betonte, dass vorübergehende Umleitungen von ICE-Zügen bereits den Bedarf für eine solche Verbindung gezeigt hätten.
Die geplante Linie soll mindestens zwei tägliche Fernverkehrszüge anbieten – einen am Morgen und einen am Abend. Diese würden als Intercity (IC) oder EuroCity (EC) verkehren. Die Bahnhöfe entlang der Strecke gelten laut der Verwaltung des Landkreises Stendal als wichtige Knotenpunkte für Verwaltung, Bildung, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Tourismus.
Ziel der Initiative ist es, die städtischen Zentren zu stärken und die Anbindung ländlicher Gebiete in der Altmark zu verbessern. Zuverlässige Bahnverbindungen könnten den betroffenen Gemeinden langfristige wirtschaftliche und soziale Vorteile bringen. Das Schreiben markiert den ersten offiziellen Schritt, um politische Unterstützung für das Projekt zu gewinnen.
