Mumbais Müllkrise spitzt sich vor dem Monsun zu – Vertragsvergabe scheitert erneut
Charlotte RichterMumbais Müllkrise spitzt sich vor dem Monsun zu – Vertragsvergabe scheitert erneut
Mumbais Abfallwirtschaftspläne sind auf ein weiteres Hindernis gestoßen, nachdem der Ständige Ausschuss der Stadtverwaltung (BMC) zum zweiten Mal einen Vertragsvorschlag über 7,14 Milliarden Rupien (ca. 714 Crore) abgelehnt hat. Diese Entscheidung setzt die veraltete Flotte der Müllabfuhr der Stadt dem Risiko weiterer Verzögerungen aus – besonders während der bevorstehenden Monsunzeit.
Der abgelehnte Vorschlag sah vor, einen siebenjährigen Abfallwirtschaftsvertrag an den zweitgünstigsten Bieter zu vergeben. Der günstigste Bieter, Metro Waste Handling Pvt. Ltd., war zuvor disqualifiziert worden, weil sein Angebot den städtischen Kostenvoranschlag um 15,64 % überschritten hatte. Die Verwaltung hatte sich für den zweitgünstigsten Bieter ausgesprochen, um zu vermeiden, dass ein einziges Unternehmen mehrere Aufträge erhält – mit der Begründung, dies würde die Arbeitsqualität verbessern.
Der Ständige Ausschuss wies den Vorschlag jedoch mit der Begründung zurück, die Antworten der Verwaltung seien unvollständig. Durch diese Verzögerung muss die BMC nun den Vertrag mit der aktuellen Müllabfuhrfirma in den betroffenen Stadtteilen verlängern. Unterdessen wachsen die Bedenken, ob die veraltete Flotte den Monsun-bedingten Störungen standhalten kann, die zu Müllansammlungen und Verzögerungen bei der Abholung führen könnten.
Während der Debatten warf die Shiv-Sena-Abgeordnete (Shinde-Fraktion) Yamini Jadhav dem Mülltrennungsprojekt in Byculla Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung vor. Die NCP-Abgeordnete Dr. Saeeda Khan schlug vor, die Müllumladestation in Kurla zu verlegen und zu modernisieren, um die Effizienz zu steigern.
Das vorgeschlagene dienstleistungsbasierte Modell sah vor, dass eine einzige Agentur für die Müllsammlung, den Transport und die Instandhaltung mit modernisierten, leistungsfähigeren Fahrzeugen zuständig wäre. Die neue Flotte sollte farblich gekennzeichnete Behälter sowie 10–15 % Elektrofahrzeuge umfassen, um die Abläufe zu optimieren.
Da der Vertragsvorschlag erneut abgelehnt wurde, muss die BMC nun das akute Risiko von Müllansammlungen während des Monsuns angehen. Der verlängerte Vertrag mit der aktuellen Firma bleibt vorerst in Kraft, während die Behörden über die nächsten Schritte für das Müllmanagementsystem Mumbais beraten.






