Mumbai plant Amnestie für 25.000 Gebäude ohne Nutzungsgenehmigung
Die Brihanmumbai Municipal Corporation (BMC) hat eine erweiterte OC-Amnestie-Regelung vorgeschlagen, um Gebäude zu legalisieren, denen die Nutzungsgenehmigung (Occupancy Certificate) fehlt. Die von Minister Ashish Shelar 2025 angekündigte Initiative soll rund 25.000 Gebäude ohne gültige Nutzungsbescheinigung in Mumbai erfassen. Den Anstoß gab unter anderem der Fall der Tardeo Willington Heights, wo Bewohner aufgrund fehlender Unterlagen ihre Wohnungen räumen mussten.
Auslöser für das Programm war der Vorfall in den Willington Heights im Stadtteil Tardeo. Damals wurden 27 Familien aus ihrem Hochhaus evakuiert und leben seitdem in Notunterkünften. Das Stadtentwicklungsministerium des Bundesstaates (Urban Development Department, UDD) billigte die OC-Amnestie im Dezember 2025; nun soll sie am kommenden Donnerstag dem Ständigen Ausschuss der BMC vorgelegt werden.
Laut aktuellem Entwurf können Wohnungen ohne Nutzungsgenehmigung bis zu einer Größe von 800 Quadratfuß (Datenstand 2016) legalisiert werden. Die Regelung richtet sich vor allem an Gebäude, bei denen Verzögerungen bei der Genehmigungserteilung nicht in der Verantwortung der Bewohner lagen. Die BMC hat zudem eine weitere Ausweitung beantragt, um auch Gewerbeimmobilien einzubeziehen und die Obergrenze von 80 Quadratmeter (816 Quadratfuß) für Wohnungen aufzuheben.
Der überarbeitete Vorschlag wurde dem UDD zur endgültigen Freigabe vorgelegt. Beobachter rechnen mit einer Zustimmung, da die Mehrheit der Ausschussmitglieder der von der BJP geführten Mahayuti-Allianz angehört. Bei einer Verabschiedung würde das Programm Hunderttausenden Mumbaikern in Gebäuden ohne Nutzungsgenehmigung Entlastung bringen.
Ziel der OC-Amnestie ist es, langjährige Probleme für tausende Anwohner zu lösen, die aufgrund von Dokumentenlücken keine rechtmäßige Nutzungsberechtigung besitzen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtentwicklungsministerium und dem Ständigen Ausschuss der BMC.






