„Mister Paralympics“ Karl Quade stirbt mit 71 Jahren – eine Ära geht zu Ende

Admin User
2 Min.
Ein Mann in schwarzem Trikot mit Medaille steht, während einige Leute im Hintergrund trainieren.

„Mister Paralympics“ Karl Quade stirbt mit 71 Jahren – eine Ära geht zu Ende

Karl Quade, ehemaliger Para-Sportler und prägende Persönlichkeit des deutschen Behindertensports, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Sein Tod am 26. Dezember 2025 wurde sowohl vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) als auch vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bestätigt. Als "Mister Paralympics" hinterlässt Quade ein Erbe, das sich über Jahrzehnte als Athlet und engagierter Funktionär erstreckt.

Sein erster großer Auftritt gelang Quade als Sportler bei den Sommer-Paralympics 1984 in New York, wo er im Stehvolleyball die Silbermedaille gewann. Vier Jahre später holte er bei den Spielen 1988 in Seoul in derselben Disziplin Gold.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wechselte Quade in führende Positionen. Bei den Paralympics 1996 in Atlanta fungierte er als Chef de Mission der deutschen Mannschaft. Sein Einsatz für den Behindertensport setzte sich fort, als er 1995 das Amt des Vizepräsidenten beim DBS übernahm – eine Rolle, die er über 30 Jahre lang ausfüllte. Kollegen und Weggefährten würdigen seinen Einfluss: DBS-Präsident Hans-Jörg Michels bezeichnete Quade als Fachmann mit unübertroffenem Wissen, stets zugänglich und authentisch. Der Ehrenpräsident Friedhelm Julius Beucher nannte sein Wirken eine bleibende Inspiration, die die Paralympische Bewegung in Deutschland mit Leidenschaft und Herz geprägt habe. Quades Einfluss beschränkte sich nicht auf administrative Aufgaben. Er galt als Visionär, der das paralympische Ideal vorantrieb und dessen Werte ein Leben lang verkörperte.

Sein Tod markiert das Ende einer Ära für den deutschen Behindertensport. Als Athlet, Führungspersönlichkeit und Fürsprecher hat Quade unauslöschliche Spuren in der Paralympics-Gemeinschaft hinterlassen. Der DBS und DOSB sowie unzählige andere werden ihn in Erinnerung behalten – für sein Engagement, seine Wärme und seinen unerschütterlichen Glauben an die Kraft des Sports.