Minneapolis stoppt Bau neuer Rechenzentren für fünf Monate
Der Stadtrat von Minneapolis hat ein fünfmonatiges Moratorium für den Bau neuer Rechenzentren verabschiedet. Die Entscheidung folgt wachsender Kritik an solchen Projekten in ganz Minnesota, darunter in Elk River und Inver Grove Heights. Befürworter argumentieren, die Pause ermögliche eine gründliche Prüfung der Branchenauswirkungen und die Entwicklung klarerer Vorschriften.
Trotz Warnungen von Gegnern, das Moratorium könnte künftige Investitionen abschrecken, wurde es verabschiedet. Betroffen sind davon nicht kleinere Rechenzentren mit einer Fläche von unter 350.000 Quadratfuß im Zentrum von Minneapolis.
Stadträtin Aurin Chowdhury betonte, Rechenzentren hätten in Gemeinden mit farbiger Bevölkerung besonders unverhältnismäßige Schäden verursacht. Stadtrat Soren Stevenson fügte hinzu, dass sich Anwohner in der gesamten Stadt gegen weitere Projekte aussprechen.
In Elk River riet die Planungsbehörde kürzlich von einem Rechenzentrumsvorhaben ab – obwohl dieses zusätzliche Einnahmen versprochen hatte. In Minneapolis unterstützen Gewerkschaften solche Projekte wegen der damit verbundenen Bauarbeitsplätze. Gleichzeitig äußern Anwohner Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf ihre Nachbarschaften.
Das Moratorium gibt der Stadtverwaltung nun Zeit, Regelungen, Umweltauswirkungen, Energieverbrauch und öffentliche Sicherheit zu prüfen. Es spiegelt die wachsenden Vorbehalte gegen den Ausbau von Rechenzentren in Minnesota wider. Bevor neue Projekte genehmigt werden, können die Verantwortlichen die damit verbundenen Fragen nun eingehend bewerten.
