Minderheitsaktionäre blockieren Corus-Rekapitalisierung und fordern CRTC-Eingriff
Finn WolfMinderheitsaktionäre blockieren Corus-Rekapitalisierung und fordern CRTC-Eingriff
Eine Gruppe von Minderheitsaktionären lehnt sich gegen den vorgeschlagenen Rekapitalisierungsplan von Corus Entertainment Inc. auf. Sie haben die kanadische Rundfunkaufsicht CRTC aufgefordert, das Vorhaben abzulehnen, und verweisen dabei auf Bedenken hinsichtlich der Kontrolle und der Programmqualität. Die Aktionäre halten gemeinsam mehr als 10 Millionen Aktien des Unternehmens.
Im März 2026 erhielt Corus die gerichtliche Zustimmung des Obersten Gerichtshofs von Ontario, um mit dem Rekapitalisierungsplan voranzuschreiten. Dem Vorschlag zufolge würden die Gläubiger auf Forderungen in Höhe von rund 500 Millionen US-Dollar verzichten. Im Gegenzug erhielten sie 99 Prozent der Anteile an einer neuen Muttergesellschaft mit dem Namen NewCo. Die bisherigen Corus-Aktionäre würden lediglich Anteile in Höhe von 1 Prozent an der neuen Gesellschaft erhalten.
Die Minderheitsaktionäre haben Vorbehalte gegenüber der Investmentgesellschaft Canso Investment Counsel Ltd. geäußert, die nach dem Deal über 44 Prozent der Stimmrechte an NewCo kontrollieren könnte. Sie argumentieren, dass die Transaktion zu Kostensenkungen auf Kosten der lokalen Programmangebote führen könnte. Die Gruppe hat der CRTC zudem eine Liste mit Auflagen vorgelegt, die ihrer Meinung nach mit einer Genehmigung des Geschäfts verbunden sein sollten.
Die CRTC prüft den Plan derzeit und hat interessierten Parteien bis zum 25. Juni 2026 Zeit gegeben, Stellungnahmen einzureichen. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, würde die effektive Kontrolle über alle lizenzierten Programmdienste von Corus auf die neue Eigentümerstruktur übergehen.
Die geplante Rekapitalisierung würde die Besitz- und Finanzstruktur von Corus grundlegend verändern. Die Entscheidung der CRTC wird darüber bestimmen, ob der Plan umgesetzt wird oder aufgrund der geäußerten Bedenken scheitert. Die Minderheitsaktionäre setzen sich weiterhin für strengere Aufsichtsmechanismen ein, um die Programmstandards zu schützen.






