24 May 2026, 12:33

Mexikos Wirtschaft stagniert: Warum das Land hinter Marokko zurückfällt

Warum wächst Mexiko nicht?

Mexikos Wirtschaft stagniert: Warum das Land hinter Marokko zurückfällt

Mexikos Wirtschaft kämpft seit Jahrzehnten mit schwachem Wachstum und tief verwurzelten Problemen. Trotz eines Anstiegs des Pro-Kopf-BIP von 9.000 auf 12.000 US-Dollar in den vergangenen 20 Jahren hinkt das Land in zentralen Entwicklungsbereichen mittlerweile Ländern wie Marokko hinterher. Aktuelle Zahlen zeigen einen weiteren Rückgang: Im frühen Jahr 2026 schrumpfte die Wirtschaft um 0,8 Prozent – die schlechteste Leistung in Lateinamerika.

In den letzten zwei Jahrzehnten lag das durchschnittliche jährliche BIP-Wachstum Mexikos bei nur 2 Prozent und damit unter dem globalen Durchschnitt von 3 Prozent. Bei diesem Tempo benötigt die Wirtschaft 35 Jahre, um sich zu verdoppeln – im Vergleich zu 24 Jahren bei einer Wachstumsrate von 3 Prozent. Das Pro-Kopf-Wachstum war mit 1 Prozent sogar noch schwächer und damit nur halb so hoch wie der weltweite Durchschnitt.

Erpressung hat sich zu einem zentralen Hindernis für den Fortschritt entwickelt. Unternehmen und Privatpersonen werden von kriminellen Gruppen wie auch korrupten Beamten zu Zwangsabgaben und „Schutzgeldern“ genötigt. Dies erstickt Investitionen und verhindert breitere wirtschaftliche Chancen.

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Doch die Probleme beschränken sich nicht auf die Wirtschaft: Das Bildungssystem Mexikos versagt. Viele Schüler verfehlen grundlegende Standards in Lesen, Naturwissenschaften und Mathematik. Gleichzeitig schwinden institutionelle Kontrollen, während sich die Macht zunehmend in der Hand der Bundesregierung konzentriert. Kritiker warnen vor einer immer stärker gelenkten Wirtschaft und schrumpfenden Bürgerrechten.

Mexikos schwaches Wachstum, der institutionelle Verfall und die anhaltende Erpressungswelle gefährden die langfristige Stabilität des Landes. Da das Pro-Kopf-BIP in 20 Jahren nur um ein Drittel gestiegen ist und aktuelle Rückgänge die Aussichten weiter verschlechtern, wird eine Erholung tiefgreifende strukturelle Reformen erfordern. Der Abstieg in Bildungs- und Entwicklungsrankings erhöht den Druck auf notwendige Veränderungen zusätzlich.

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