10 June 2026, 16:42

Mega-Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery steht auf dem Prüfstand der Aufsichtsbehörden

EU startet Untersuchung von Paramounts 24 Milliarden Dollar aus dem Nahen Osten für Warner Bros.-Deal

Mega-Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery steht auf dem Prüfstand der Aufsichtsbehörden

Weltweit prüfen Aufsichtsbehörden die geplante 111-Milliarden-Dollar-Fusion zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery. Der Deal umfasst erhebliche Finanzmittel aus Golf-Staatsfonds, was Bedenken hinsichtlich ausländischer Eigentumsverhältnisse und des Wettbewerbs auf dem Markt aufkommen lässt. Mehrere Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, um die Auswirkungen zu bewerten.

Die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hat ein Prüfverfahren eingeleitet. Im Fokus steht dabei die 24-Milliarden-Dollar-Investition aus Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Paramount gab bekannt, dass ausländische Investoren nach der Fusion 49,5 Prozent des fusionierten Unternehmens halten würden – wobei die drei Golfstaaten gemeinsam 38,5 Prozent der Anteile besitzen würden.

In den USA fordern demokratische Abgeordnete des Kongresses die Regierung unter Donald Trump auf, den Deal im Rahmen der Regeln für ausländische Eigentumsverhältnisse zu überprüfen. Gleichzeitig untersucht die Europäische Kommission die Fusion nach der EU-Verordnung über ausländische Subventionen. Für diese Bewertung wurde vorläufig der 14. Juli als Stichtag festgelegt.

Die australische Wettbewerbsbehörde ACCC hat den Zusammenschluss bereits genehmigt, da sie zu dem Schluss kam, dass dieser den Wettbewerb auf dem heimischen Filmmarkt nicht spürbar einschränken werde. Die Freigabe ist jedoch an eine Wartefrist gebunden, die am 23. Juni 2026 endet. Auch die neuseeländische Commerce Commission erklärte, keine weiteren Schritte in der Sache einzuleiten.

Die Fusion stößt in mehreren Rechtsordnungen auf regulatorische Hürden. Während Australien und Neuseeland bereits grünes Licht gegeben haben, laufen in Großbritannien, den USA und der EU noch immer Prüfungen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen wird entscheiden, ob der Deal wie geplant umgesetzt werden kann.

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