Massenproteste am 1. Mai: Arbeiter und Migranten fordern mehr Rechte in den USA
Sebastian VoigtMassenproteste am 1. Mai: Arbeiter und Migranten fordern mehr Rechte in den USA
Erster-Mai-Proteste für Arbeits- und Migrantenrechte in den USA und weltweit
Am 1. Mai fanden in den gesamten USA und international Kundgebungen zum Tag der Arbeit statt, bei denen für Arbeiter- und Migrantenrechte demonstriert wurde. In Los Angeles versammelten sich tausende Menschen zu einer Großkundgebung und einem Marsch, die bereits in den frühen Morgenstunden des Freitags in der Innenstadt begannen. Gewerkschaften, Aktivisten und religiöse Gruppen zeigten sich dabei solidarisch vereint.
Der Demonstrationszug startete im MacArthur Park und zog sich anschließend durch die Stadt. Gegen späten Vormittag wurden mehrere Autobahnzufahrten im Zentrum von LA für den Verkehr gesperrt. Eine weitere Gruppe versammelte sich vor einem Baumarkt der Kette Home Depot im Stadtteil Westlake und forderte besseren Schutz für undokumentierte Arbeiter.
Am Nachmittag verlagerten sich die Proteste zum Edward-R.-Roybal-Bundesgebäude. Die Polizei von Los Angeles rief gegen 14:14 Uhr eine taktische Alarmstufe aus, nachdem es in der Nähe zu einem ungewöhnlichen Vorfall gekommen war.
An der Demonstration beteiligten sich Beschäftigte aus verschiedenen Branchen, darunter Reinigungskräfte, Sicherheitsmitarbeiter und Flughafenpersonal – viele von ihnen organisiert in der Gewerkschaft SEIU-USWW. Die Kundgebung endete im Gloria-Molina-Grand-Park, wo Redner wie der Gewerkschaftsvorsitzende David Huerta, eine Reinigungskraft und ein Sicherheitsmitarbeiter zu den Teilnehmern sprachen. Das Bündnis hinter der Veranstaltung umfasste Gewerkschaften, Migrantenrechtsorganisationen, Bürgerrechtsgruppen und religiöse Vertreter.
Im Mittelpunkt der Proteste standen Forderungen nach stärkeren Arbeitnehmerrechten und besserem Schutz für Migranten. Autobahnsperrungen und der Polizeialarm prägten die Einschränkungen des Tages in der Innenstadt von LA. Die Organisatoren werteten die hohe Beteiligung als eindrucksvollen Beweis für die Einheit verschiedener Interessenverbände.






