Manfred Weber fordert klare EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine trotz Alternativmodelle
Sebastian VoigtManfred Weber fordert klare EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine trotz Alternativmodelle
Die Debatte über die Zukunft der Ukraine in der Europäischen Union hat an Fahrt aufgenommen. Manfred Weber, Vorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP), hat seine Unterstützung für eine volle EU-Mitgliedschaft des Landes bekräftigt. Seine Äußerungen folgen auf jüngste Vorschläge alternativer Integrationsmodelle.
In einem Interview mit dem Berlin Playbook-Podcast von Politico machte Weber seine Haltung deutlich. Er betonte, die volle Mitgliedschaft der Ukraine sei „das Ziel, bleibe das Ziel und müsse eine feste Verpflichtung sein“. Zudem argumentierte er, die Diskussion dürfe sich nicht nur auf die finanziellen Kosten konzentrieren, sondern müsse den Weg zum Beitritt strukturieren.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte kürzlich eine Übergangslösung ins Spiel gebracht. Er schlug vor, die Ukraine als „assoziiertes Mitglied“ ohne volle Stimmrechte enger an die EU zu binden. Doch Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnte diesen Vorschlag ab und nannte ihn „ungerecht“.
Trotz solcher Alternativvorschläge besteht Weber darauf, dass die volle Mitgliedschaft das politische Ziel bleiben müsse. Zudem äußerte er die Überzeugung, dass die Ukraine für die EU eine Bereicherung wäre.
Webers Aussagen fallen in eine Phase, in der die EU weiterhin über den künftigen Status der Ukraine diskutiert. Der EVP-Chef hält eine klare Beitrittsperspektive für unerlässlich. Die Debatte wird voraussichtlich anhalten, während beide Seiten die praktischen und politischen Konsequenzen abwägen.






