22 April 2026, 23:02

Mandelsons Botschafterposten löst Machtkampf im britischen Außenministerium aus

Ein Mann in einem schwarzen Anzug und Krawatte, der eine Brille trägt und einen Blumenkranz um den Hals hat, spricht in ein Mikrofon während einer Rede mit einem unscharfen Hintergrund.

Mandelsons Botschafterposten löst Machtkampf im britischen Außenministerium aus

Die Ernennung von Lord Mandelson zum britischen Botschafter in den USA hat im Außenministerium für Kontroversen gesorgt. Sir Philip Barton, der ehemalige ständige Unterstaatssekretär, soll sich gegen den Schritt ausgesprochen haben, wurde aber offenbar gedrängt, die Ernennung noch vor seinem vorzeitigen Ausscheiden 2024 zu billigen. Seine Unterstützer behaupten nun, er sei wegen des Streits zum Rücktritt gezwungen worden.

Sir Philip Barton hatte ursprünglich geplant, 2026 in den Ruhestand zu gehen, verließ seinen Posten jedoch bereits 2024. Bei seinem Ausscheiden erhielt er eine freiwillige Abfindung in Höhe von 262.185 Pfund. Trotz seiner Bedenken genehmigte er die Ernennung Mandelsons offiziell in einem Schreiben vom 18. Dezember 2024.

Auch die scheidende US-Botschafterin, Dame Karen Pierce, lehnte Mandelsons Auswahl ab. Kritikpunkte waren seine geschäftlichen Verbindungen zu chinesischen und russischen Unternehmen sowie seine frühere Verbindung zu Jeffrey Epstein. Bartons Nachfolger, Sir Olly Robbins, vollzog die Ernennung schließlich am letzten Tag der Biden-Regierung.

Der Druck, Mandelson zu bestätigen, kam aus mehreren Richtungen. Das Übergangsteam von Präsident Trump hatte zuvor versucht, die Ernennung zu blockieren. Nun soll Barton vor dem Auswärtigen Ausschuss des Unterhauses zu der Entscheidung aussagen. Der Ausschuss wird auch Morgan McSweeney befragen, der zu dieser Zeit als Stabschef von Sir Keir Starmer fungierte.

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Der Auswärtige Ausschuss wird die Umstände von Bartons Abgang sowie das Genehmigungsverfahren für Mandelsons Position untersuchen. Bartons vorzeitiges Ausscheiden und die Abfindungszahlung haben die Fragen um die Ernennung weiter verstärkt. Die Anhörungen zielen darauf ab, zu klären, ob politische Einflussnahme eine Rolle gespielt hat.

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