25 March 2026, 10:30

Malaysia jagt mutmaßliche "Unternehmensmafia" mit erzwungenen Firmenübernahmen

ABN AMRO-Hauptquartier-Gebäude mit einem Schild, einer Tafel, die den Betrag angibt, Geländern und Glasfenstern mit Vorhängen.

Malaysia jagt mutmaßliche "Unternehmensmafia" mit erzwungenen Firmenübernahmen

Malaysische Behörden ermitteln wegen Vorwürfen einer "Unternehmensmafia" mit erzwungenen Übernahmen börsennotierter Firmen

Die malaysischen Behörden haben eine Untersuchung zu Vorwürfen eingeleitet, wonach eine sogenannte "Unternehmensmafia" gezielt börsennotierte Unternehmen übernommen haben soll. Die von Innenminister Datuk Seri Saifuddin Nasution Ismail geleiteten Ermittlungen richten sich gegen den Geschäftsmann Victor Chin sowie zwölf weitere Personen und Einrichtungen – gestützt auf das Geldwäschebekämpfungsgesetz (AMLA). Chin, der sich derzeit vermutlich im Ausland aufhält, bestreitet jegliches Fehlverhalten.

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Im Rahmen des Falls werden auch mögliche Verbindungen zu Vollzugsbehörden geprüft, die Chin auf eine rätselhafte Figur zurückführt, die er als "Herr R" bezeichnet. Die Ermittlungen basieren auf dem AMLA sowie den Regularien der Börsenaufsichtsbehörde. Die Polizei geht schrittweise vor: Zunächst wird die Stoßrichtung der Untersuchungen festgelegt, anschließend die mutmaßliche Vorgehensweise des Netzwerks rekonstruiert und schließlich Kontakt zu den Beteiligten aufgenommen.

Stand März 2026 haben die Behörden zwölf weitere Verdächtige benannt, darunter Führungskräfte großer Konzerne sowie zwei Briefkastenfirmen, die mit Geldwäsche in Verbindung gebracht werden. Um Chins Aktivitäten nachzuverfolgen und Beweise zu sichern, wird internationale Zusammenarbeit angestrebt.

Innenminister Saifuddin Nasution äußerte sich bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Feierlichkeiten zum 219. Tag der Polizei in Kuala Lumpur zum Fall. Er bekundete Vertrauen in den Generalinspektor der Polizei und das ermittelnde Team. Ob Reisebeschränkungen für die Beschuldigten verhängt werden, hänge von den Ermittlungsergebnissen ab.

Chin wies die Vorwürfe wiederholt zurück und beharrt darauf, dass die von ihm genannte Person "Herr R" eine zentrale Rolle in den Vorgängen gespielt habe. Die Ermittlungen dauern an; die Behörden gehen systematisch vor, um das volle Ausmaß der Vorwürfe aufzudecken.

Die Untersuchungen zur angeblichen "Unternehmensmafia" werden fortgesetzt – zwölf Verdächtige sind mittlerweile offiziell identifiziert. Entscheidungen über Reiseverbote und weitere rechtliche Schritte werden den Abschluss der Ermittlungen abwarten. Die Behörden arbeiten sowohl national als auch mit internationalen Partnern zusammen, um den Fall voranzutreiben.

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