12 June 2026, 12:25

Mainzer Rheinufer: Drohen Fahrgeschäfte und Marktstände dem Aus?

Empörung wegen Rhein-Ufer-Sanierung in Mainz: Schausteller drohen der Stadt mit Klage

Mainzer Rheinufer: Drohen Fahrgeschäfte und Marktstände dem Aus?

Umgestaltung des Mainzer Rheinufers: Droht das Ende großer Fahrgeschäfte?

Die Neugestaltung des Rheinufers in Mainz könnte den dauerhaften Verlust großer Fahrgeschäfte wie Karussells und Autoscooter bedeuten. Bis zu 30 Marktstände könnten im Rahmen der neuen Pläne ebenfalls verschwinden. Die Änderungen haben eine Debatte zwischen Stadtverantwortlichen und Schaustellern ausgelöst.

Marco Sottile, Vorsitzender des Mainzer Schaustellerverbands, warnt, dass beliebte Attraktionen wie das Kettenkarussell und die Autoscooter betroffen wären. Er betont zudem, dass sowohl Anwohner als auch lokale Unternehmen auf die Einnahmen aus den Rummelplätzen angewiesen seien. Sottile zeigt sich von den Zusagen der Stadt unbeeindruckt und fordert verbindliche Planungsgarantien, bevor Baumaßnahmen beginnen.

Oberbürgermeister Nino Haase bleibt indes optimistisch, einen Kompromiss zu finden. Er schlägt vor, große Fahrgeschäfte in einen anderen Abschnitt des Rheinufers zu verlegen. Haase unterstreicht zudem die Notwendigkeit von Grünflächen, um die Lebensqualität zu steigern und die Stadt an den Klimawandel anzupassen.

Die Diskussionen fallen in eine Zeit, in der Mainz sich auf die Feierlichkeiten zur Johannisnacht vom 19. bis 22. Juni 2023 vorbereitet. Die Schaustellerkultur war erst in diesem Jahr als immaterielles Kulturerbe in Deutschland anerkannt worden.

Laut den Plänen könnten bis zu 30 Stände und mehrere Hauptattraktionen vom Ufer verschwinden. Die Betreiber drängen auf klare Zusagen vor Baubeginn, während die Stadt auf einen Ausgleich zwischen Grünflächen und dem Erhalt der Traditionen pocht.

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