22 April 2026, 08:04

Mainzer Dezernentin zerpflückt Terminal-3-Bau als "lärmgeplagtes Symbol der Planungspleite"

Eine große Gruppe von Menschen in einem Flughafen, einige sitzen mit Taschen und Papieren, andere stehen, mit Texttafeln, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenleuchten, was auf eine Protestaktion hindeutet.

Mainzer Dezernentin zerpflückt Terminal-3-Bau als "lärmgeplagtes Symbol der Planungspleite"

Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger übt scharfe Kritik am Bau von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen

Die Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger hat die bevorstehende Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen scharf verurrteilt. Sie bezeichnete die Feierlichkeiten als ein "Begräbnis für eine lärmgeplagte Region – begossen mit platter Sektflasche" und warf dem Ausbau vor, die langjährigen Probleme durch Flugverkehr und Umweltbelastungen völlig zu ignorieren.

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Steinkrüger betonte, Terminal 3 sei ursprünglich konzipiert worden, um die Flugkapazitäten zu steigern. Doch seit Jahren stagnierten sowohl die Passagierzahlen als auch die Flugbewegungen – trotz wiederholter Wachstumsversprechen der Flughafenbetreiber. Ihrer Ansicht nach hätten die Daten weder 2014, als der Bau begann, noch heute, kurz vor der geplanten Eröffnung 2026, den Terminal gerechtfertigt.

Die Dezernentin warf den Verantwortlichen vor, ihre Begründungen im Laufe der Zeit verschoben zu haben: Stand anfangs die Kapazitätserweiterung im Vordergrund, wurde später von einer Verbesserung der "Abfertigungsqualität" gesprochen. Zudem unterstellte sie, dass der Fokus auf Billigfluglinien und den Frachtausbau nur die mangelnde Planung überspielen solle.

Für die Anwohnerinnen und Anwohner der Rhein-Main-Region sei die Eröffnung des Terminals ein "Schlag ins Gesicht", so Steinkrüger. Der Lärm habe bereits vor Jahren ein unerträgliches Ausmaß erreicht – weit über dem, was die Bevölkerung hinnehmen müsse. Zudem sei für den Bau geschütztes Waldgebiet in Anspruch genommen worden, was ihre Kritik weiter verschärfe.

Seit über einem Jahrzehnt würden die Flughafenbetreiber ein stetiges Wachstum der Flugzahlen versprechen, doch stattdessen stehe Terminal 3 nun als Symbol für falsche Prioritäten und gebrochene Versprechen da, erklärte Steinkrüger.

Ihre Äußerungen unterstreichen die anhaltende Kluft zwischen den Expansionsplänen des Flughafens und der Realität der betroffenen Gemeinden. Angesichts ungelöster Lärmprobleme und ausbleibenden Wachstums bleibt die Terminal-Eröffnung ein umstrittenes Thema – sowohl für Umweltschützer als auch für die Anwohner.

Quelle