Mainz steht vor jahrelangem Verkehrschaos durch Abriss der Hochbrücke
Charlotte RichterMainz steht vor jahrelangem Verkehrschaos durch Abriss der Hochbrücke
Mainz bereitet sich auf tiefgreifende Veränderungen vor: Die Hochbrücke, eine zentrale 1,3 Kilometer lange Verkehrsader, soll vollständig abgerissen und neu aufgebaut werden. Das Großprojekt, das 2026 beginnen soll, wird voraussichtlich vier bis fünf Jahre dauern und den Verkehr in der gesamten Stadt erheblich beeinträchtigen. Parallel sucht die Stadt einen neuen Standort für ihr Tierheim, in dem rund 1.200 Tiere leben und das wegen der Bauarbeiten umziehen muss.
Die Hochbrücke ist seit dem 5. Juli 2021 für den Verkehr gesperrt. Noch in diesem Jahr könnten die Abrissarbeiten beginnen; mit dem vollständigen Neubau ist bis 2030 oder 2031 zu rechnen. Aufgrund der Größe und der zentralen Lage der Brücke werden Autofahrer, Anwohner und Unternehmen in den Stadtteilen Mombach und Neustadt mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert.
Während der Bauphase werden Straßenabschnittsweise gesperrt und Umleitungen eingerichtet. Schwerlastverkehr muss auf Ausweichrouten ausweichen, darunter die B455 über Gau-Algesheim (mit einer Gewichtsbegrenzung von 30 Tonnen), die L419 sowie eine westliche Umgehung über die B9, die Rheinstraße und die Ingelheimer Straße. Die Stadt versichert, die Beeinträchtigungen für die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten.
Neben dem Brückenprojekt läuft die Suche nach einem neuen Standort für das Mainzer Tierheim auf Hochtouren. Von der Verlegung sind etwa 1.200 Tiere betroffen. Sowohl vorübergehende als auch dauerhafte Lösungen werden geprüft.
Der Abriss und Neubau der Hochbrücke wird über Jahre hinweg Verkehrsbehinderungen und logistische Herausforderungen mit sich bringen. Umleitungen für Lkw und schrittweise Straßensperrungen sollen die Belastung für Autofahrer verringern. Für das Tierheim steht die Entscheidung über den neuen Standort noch aus – sowohl kurzfristige als auch langfristige Optionen werden derzeit bewertet.






