Maine: Knappe Vorwahlen zum Gouverneur entscheiden sich durch Rangwahlverfahren
Julian HartmannMaine: Knappe Vorwahlen zum Gouverneur entscheiden sich durch Rangwahlverfahren
Maines Vorwahlen zum Gouverneur bleiben unentschieden
Sowohl die Vorwahlen der Demokraten als auch der Republikaner in Maine sind zu knapp, um einen Sieger ausrufen zu können. Das im Bundesstaat geltende Rangwahlverfahren (Ranked Choice Voting) wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, wer als Kandidat nominiert wird, da in keiner der beiden Parteien ein Bewerber voraussichtlich bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen wird.
Die amtierende Gouverneurin Janet Mills kann aufgrund der Amtszeitbegrenzung nicht erneut antreten. Auf Seiten der Demokraten liegt der Arzt Nirav Shah knapp in Führung, gefolgt von der ehemaligen Sprecherin des Repräsentantenhauses von Maine, Hannah Pingree. Der frühere Präsident des Staatssenats, Troy Jackson, hat ebenfalls an Aufmerksamkeit gewonnen, nachdem er eine Unterstützungserklärung vom Senator aus Vermont, Bernie Sanders, erhalten hatte.
Shah hat die Wähler aufgefordert, ihn als zweite Präferenz zu wählen, falls er nicht ihre erste Wahl sei. Unterdessen haben Jackson, Pingree und die Außenministerin des Bundesstaates, Shenna Bellows, sich gegenseitig unterstützt und ihre Anhänger gebeten, sie auf den Wahlzetteln weit oben zu platzieren.
In der republikanischen Vorwahl führt Bobby Charles ein großes Teilnehmerfeld an, zu dem auch Jonathan Bush, David Jones, Garrett Mason und Ben Midgley gehören. Wie bei den Demokraten wird auch hier das Rangwahlverfahren den Ausschlag geben, falls kein Kandidat zunächst die Mehrheit erringt.
Maine führte das Rangwahlverfahren 2016 für landesweite und Bundeswahlen ein. Das System ermöglicht es den Wählern, die Kandidaten nach ihren Präferenzen zu ordnen. Stimmen für weniger beliebte Bewerber werden so lange umverteilt, bis sich ein Sieger abzeichnet.
Die Ergebnisse der Vorwahlen werden den kommenden Gouverneurswahlkampf in Maine prägen. Da in keiner der beiden Parteien ein klarer Favorit auszumachen ist, wird das Rangwahlverfahren die endgültigen Kandidaten bestimmen. Die Geschichte des Bundesstaates zeigt, dass die Wähler oft Politiker aus dem gesamten politischen Spektrum bevorzugen – sowohl Demokraten als auch Republikaner hatten hier bereits das Gouverneuramt inne.






