Maharashtra stoppt geplante Reform des Nanded Sikh Gurudwara Act nach Protesten
Sebastian VoigtMaharashtra stoppt geplante Reform des Nanded Sikh Gurudwara Act nach Protesten
Die Regierung des Bundesstaates Maharashtra hat Pläne zur Änderung des Nanded Sikh Gurudwara Act vorerst auf Eis gelegt. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren Bedenken aus der Sikh-Gemeinschaft, wobei Beamte versicherten, dass keine Übernahme des Hazur Sahib Gurudwara in Nanded beabsichtigt sei.
Die vorgeschlagenen Änderungen zielten darauf ab, die Verwaltungsstruktur des Gurudwara-Ausschusses zu modernisieren. Die Anzahl der Mitglieder sollte von 17 auf 21 erhöht werden, wobei die Zahl der gewählten Vertreter von drei auf sechs steigen würde. Zudem sollten der Präsident und der Vizepräsident künftig intern vom Ausschuss bestimmt und nicht mehr von der Regierung ernannt werden.
Das überarbeitete Konzept sah eine breitere Vertretung vor, darunter pensionierte Beamte des Indian Administrative Service (IAS) und des Indian Police Service (IPS), Abgeordnete des Parlaments und der Landesversammlungen, Bezirksvertreter sowie Delegierte des Shiromani Gurdwara Parbandhak Committee. Ministerpräsident Devendra Fadnavis wies den Finanzminister Chandrashekhar Bawankule an, vor einem weiteren Vorgehen umfassende Beratungen mit allen Beteiligten durchzuführen.
Aufgrund der Sorgen aus der Gemeinschaft verschob die Regierung die Einbringung des Gesetzesentwurfs in die Legislative. Ein Sonderausschuss wird nun die Vorschläge prüfen, mit den Stakeholdern in Dialog treten und nach ausführlichen Diskussionen eine überarbeitete Fassung erarbeiten. Die Verwaltung des Hazur Sahib Gurudwara bleibt weiterhin in der Hand der Sikh-Gemeinschaft. Ziel der Regierung sei es, so die offizielle Begründung, die Transparenz zu erhöhen und die Einrichtungen für Gläubige zu verbessern. Eventuelle endgültige Änderungen würden erst nach ausgiebigen Abstimmungen mit Vertretern der Gemeinschaft umgesetzt.
