Maharashtra lockert Marathi-Pflicht für Taxifahrer nach monatelangen Protesten
Sebastian VoigtMaharashtra lockert Marathi-Pflicht für Taxifahrer nach monatelangen Protesten
Die Regierung des Bundesstaates Maharashtra hat nach monatelangen Debatten ihre Sprachrichtlinien für Fahrer gelockert. Ein neuer, zweiseitiger Leitfaden konzentriert sich nun auf grundlegende Marathi-Floskeln statt auf strenge Sprachkenntnisvorgaben. Der Schritt folgt Protesten von Transportgewerkschaften und politischen Diskussionen über Sprachanforderungen im öffentlichen Dienst.
Zuvor hatte der Bundesstaat damit gedroht, Fahrern, die kein Marathi sprechen, die Lizenz zu entziehen. Dies löste Widerstand aus, insbesondere bei Wanderarbeitern, die in Mumbai und anderen Städten Taxis und Autorikschas fahren. Die Gewerkschaften argumentierten, viele Fahrer bräuchten Zeit und Ressourcen, um die Sprache angemessen zu lernen.
Politische Parteien und Marathi-Organisationen hatten auf eine strengere Umsetzung gedrängt und das Thema damit in der öffentlichen Diskussion gehalten. Als Reaktion baten Vertreter um eine sechsmонatige Fristverlängerung für die Umsetzung der Änderungen. Die Regierung verschob den Stichtag daraufhin auf den 15. August.
Der Maharashtra-BJP-Politiker Haji Arfat Shaikh traf sich später mit Ministerpräsident Devendra Fadnavis, um eine Lösung zu erörtern. Shaikh sicherte zu, dass Fahrer innerhalb von 100 Tagen grundlegende Marathi-Kenntnisse erwerben würden. Die überarbeitete Richtlinie legt nun den Fokus auf praktische Redewendungen, um die Einhaltung zu erleichtern und gleichzeitig die Verwendung von Marathi zu fördern.
Die vereinfachten Leitlinien ersetzen die früheren strengen Sprachvorgaben und geben den Fahrern mehr Zeit zur Anpassung. Der Schwerpunkt auf gängige Floskeln soll sprachliche Erwartungen mit den Realitäten einer vielfältigen Belegschaft in Einklang bringen. Die Entscheidung der Regierung folgt langwierigen Verhandlungen mit Gewerkschaften und politischen Gruppen.






