09 June 2026, 20:48

Maharashtra kämpft mit jahrelangen Verzögerungen bei RTI-Beschwerden und wachsendem Rückstau

Anträge auf RTI in Maharashtra steigen um 38% als Rückstand die Transparenzgesetze schwächt

Maharashtra kämpft mit jahrelangen Verzögerungen bei RTI-Beschwerden und wachsendem Rückstau

Bürger in Maharashtra sehen sich mit langen Verzögerungen bei der Bearbeitung von Beschwerden nach dem Informationsfreiheitsgesetz (RTI) konfrontiert. Aktivisten berichten von Wartezeiten von zwei bis drei Jahren auf Anhörungen vor der Informationskommission. Der Rückstau wirft Fragen zur Fähigkeit des Systems auf, Beamte zur Rechenschaft zu ziehen.

Zwischen April 2025 und März 2026 verzeichnete die Konkan-Niederlassung der Informationskommission einen deutlichen Anstieg an ausstehenden Beschwerden. Die Zahl der Fälle stieg um fast 38 Prozent auf 5.060 bis März 2026. Im selben Zeitraum gingen 4.870 neue Zweitbeschwerden ein, doch nur 3.482 konnten abgeschlossen werden.

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Aktuell führt die Kommission täglich etwa 30 bis 35 Anhörungen durch. Doch die Zahl der neuen Beschwerden übersteigt weiterhin die Rate der erledigten Fälle. Ein Hauptgrund für den Anstieg ist die zunehmende Weigerung von Behörden, angeforderte Informationen herauszugeben.

Aktivisten der Initiative Sajag Nagrik Manch haben Lösungsvorschläge unterbreitet, um die Belastung zu verringern. Sie schlagen vor, alle RTI-Antworten auf einer öffentlich zugänglichen digitalen Plattform zu veröffentlichen. Zudem fordern sie die Landesregierung auf, mehr Kommissare zu ernennen und die Infrastruktur der Kommission zu stärken.

Ein weiteres Problem sind die häufigen Versetzungen von Beamten, die in Beschwerdeverfahren involviert sind. Bis viele Fälle entschieden werden, haben die zuständigen Mitarbeiter oft bereits neue Positionen übernommen. Dies erschwert es, Verantwortung für Verzögerungen oder unrechtmäßige Ablehnungen festzustellen.

Neben den Beschwerden gingen in demselben Zeitraum 670 Eingaben ein. Davon wurden 340 bearbeitet, während 298 als anhängig in das nächste Jahr übernommen wurden.

Experten warnen, dass anhaltende Verzögerungen das Vertrauen der Öffentlichkeit in das RTI-Gesetz untergraben könnten. Der Stau an Fällen und die langsame Bearbeitungsrate unterstreichen die Dringlichkeit systemischer Reformen. Ohne Gegenmaßnahmen könnten Bürger künftig noch längere Wartezeiten auf Informationsanfragen hinnehmen müssen.

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