30 April 2026, 14:07

Machtkampf bei der Berliner Zeitung: Warum ein Verleger die Redaktion spaltet

Eine Zeitung mit Text in der Mitte des Bildes.

Machtkampf bei der Berliner Zeitung: Warum ein Verleger die Redaktion spaltet

Bei der Berliner Zeitung ist ein Streit entbrannt, nachdem ihr Verleger Holger Friedrich in einem persönlichen Artikel eine umstrittene Reportage verteidigt hatte. Die Auseinandersetzung folgte auf Kritik von Franz Sommerfeld, der die politische Ausrichtung der Zeitung infrage stellte. Gleichzeitig verschärfte der Abgang der langjährigen Chefreporterin Anja Reich-Osang nach drei Jahrzehnten die angespannte Stimmung.

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Der Konflikt begann, als Franz Sommerfeld die Berliner Zeitung öffentlich wegen ihrer politischen Haltung kritisierte. Seine Äußerungen fielen kurz nach dem Ausscheiden von Anja Reich-Osang, der Chefreporterin des Blattes. Sommerfeld richtete seine Vorwürfe dabei weniger gegen die Redaktion als Ganzes, sondern vielmehr gegen deren Führung.

Holger Friedrich konterte mit einem persönlichen Beitrag und verteidigte die redaktionellen Entscheidungen. Er begründete, warum die betreffende Reportage gerechtfertigt sei, räumte jedoch nicht ein, dass Sommerfelds Kritik persönlich und nicht institutionell gemeint war. Zudem äußerte Friedrich Bedenken, wie sich Sommerfelds Vorwürfe auf die Belegschaft des Berliner Verlagshauses auswirken könnten.

Kritiker werfen Friedrich seitdem einen übersteigerten Egoismus und mangelnde Selbstreflexion vor. Trotz seines Rufs, journalistische Qualität zu fördern, berichten Insider, dass sein Führungsstil zunehmend auf Widerstand innerhalb der Redaktion stößt.

Der Streit offenbart die Spannungen innerhalb der Berliner Zeitung über ihre redaktionelle Ausrichtung. Friedrichs Verteidigung der Reportage und seine Reaktion auf Sommerfeld haben die Kritik an seiner Führung verschärft. Der Abgang einer erfahrenen Reporterin und die anhaltenden Vorwürfe deuten auf weitere Herausforderungen für die Zeitung hin.

Quelle