29 April 2026, 14:39

Los Angeles kämpft mit Korruption, Schweigekultur und Milliardenkosten bei Polizei und Feuerwehr

Feuerwehrleute in Uniform, die in einem Raum mit Rohren und Geräten während eines Übungsbetriebs stehen.

Los Angeles kämpft mit Korruption, Schweigekultur und Milliardenkosten bei Polizei und Feuerwehr

Los Angeles steht vor wachsenden finanziellen und sicherheitstechnischen Herausforderungen, die mit seiner Polizei- und Feuerwehr verbunden sind. Erst kürzlich gewannen vier Beamte des Los Angeles Police Department (LAPD) eine Klage und erhielten 15 Millionen US-Dollar Entschädigung, nachdem sie unsichere Arbeitsbedingungen angeprangert und anschließend Repressalien erlitten hatten. Gleichzeitig belasten tief verwurzelte Probleme innerhalb der Los Angeles Fire Department (LAFD) und des LAPD weiterhin den städtischen Haushalt – allein im vergangenen Jahr überstiegen die Ausgaben für Rechtsstreitigkeiten eine Milliarde Dollar.

Doch die Schwierigkeiten beschränken sich nicht auf finanzielle Aspekte: In beiden Behörden halten sich unprofessionelles Verhalten und eine Kultur des Schweigens hartnäckig.

Die Missstände bei der LAFD traten besonders während des Lachman-Feuers zutage. Feuerwehrleute erhielten den Befehl, den noch schwelenden Brand zu verlassen – kurz darauf lodert er erneut auf und entwickelte sich zum verheerenden Palisades-Großbrand. Viele Mitarbeiter der Behörde zögern mittlerweile, selbst bei akuter Gefahr für die öffentliche Sicherheit Kritik zu äußern, aus Angst vor Konsequenzen durch Vorgesetzte.

Beim LAPD tragen Fehlverhalten – darunter übermäßige Schusswaffenanwendung und Verstöße gegen Bürgerrechte – maßgeblich zum wachsenden Haushaltsdefizit der Stadt bei. Die 15 Millionen Dollar, die vier Beamten zugesprochen wurden, die für ihre Hinweise auf Missstände bestraft worden waren, verdeutlichen ein systematisches Muster der Unterdrückung. Während die Kosten für Rechtsstreitigkeiten steigen, müssen andere wichtige Dienstleistungen und Infrastrukturprojekte gekürzt werden, was die finanzielle Belastung weiter verschärft.

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Ein kürzlich erschienener Analysebericht kritisiert die Bürgermeisterkandidaten scharf, weil sie diese strukturellen Probleme ignorieren, und bezeichnet ihr Schweigen als "Omertà" – einen Kodex der Verschwiegenheit. Die Autoren argumentieren, dass echter Wandel nur durch eine grundlegende Reform von oben in der LAFD möglich sei, wo eine Kultur blinden Gehorsams und die Angst vor Repressalien Feuerwehrleute davon abhalte, im öffentlichen Interesse zu handeln.

Die Haushaltsprognosen für 2025–26 deuten auf noch höhere rechtliche Folgekosten hin, da der Kreislauf aus Fehlverhalten, Klagen und Entschädigungszahlungen ungebremst weiterläuft. Die finanzielle Stabilität und die öffentliche Sicherheit der Stadt bleiben gefährdet, solange keine tiefgreifenden Reformen umgesetzt werden.

Die eine Milliarde Dollar, die im letzten Jahr für Vergleichszahlungen aufgewendet wurde, unterstreichen die Dringlichkeit des Problems. Ohne eine Änderung der Angstkultur in LAFD und LAPD wird die Stadt weiterhin mit steigenden Kosten und einer beeinträchtigten öffentlichen Sicherheit konfrontiert sein. Bürgermeister und Führungsverantwortliche in den Behörden stehen nun unter Druck, zu handeln, bevor sich die Lage weiter zuspitzt.

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