Linnemann fordert Steuerentlastung für Mittelstand – aber zu welchem Preis?
Julian HartmannLinnemann fordert Steuerentlastung für Mittelstand – aber zu welchem Preis?
Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, hat Vorschläge für Steueranpassungen und Ausgabenkürzungen vorgelegt. Er betonte, dass Handwerksbetriebe und kleine Unternehmen keinesfalls mit zusätzlicher finanzieller Belastung konfrontiert werden dürften. Zu seinen Ideen gehören Haushaltskürzungen, um neue Maßnahmen zu finanzieren, ohne die Last für diese Gruppen zu erhöhen.
Linnemann schlug vor, dass die Ministerien mindestens ein Prozent ihrer Budgets einsparen sollten – persönlich plädiert er sogar für drei Prozent. Diese Einsparungen könnten eine Steuerentlastung von 500 Euro für Gering- und Mittelverdiener ermöglichen. Er argumentierte, dass Ausgabenkürzungen jede neue finanzielle Unterstützung ausgleichen müssten.
Zudem schloss er zwei mögliche Steuererhöhungen nicht aus: Zum einen eine Anhebung des Spitzensteuersatzes von 45 auf 47 Prozent, zum anderen eine Ausweitung der sogenannten Vermögenssteuer. Gleichzeitig bestand er darauf, dass etwaige Änderungen kleine und mittlere Unternehmen nicht zusätzlich belasten dürften.
Die CDU/CSU-Fraktion hat wiederholt betont, dass sie zusätzliche Kosten für Handwerker und Kleinbetriebe ablehnt. Linnemann warf der SPD vor, eine aggressive Umverteilungspolitik voranzutreiben, und warnte, dass solche Pläne dem Handwerk und kleinen Unternehmen schaden könnten.
Er forderte einen Kompromiss, der kleine und mittlere Betriebe schützt. Seine Vorschläge zielen darauf ab, Steuererleichterungen mit Haushaltskürzungen in Einklang zu bringen – ohne die finanzielle Belastung für Handwerker und kleinere Unternehmen zu verschärfen.
