Lena-Brücke in Jakutien: Fertigstellung verzögert sich bis 2028 – Kosten explodieren auf 130 Mrd. Rubel
Julian HartmannLena-Brücke in Jakutien: Fertigstellung verzögert sich bis 2028 – Kosten explodieren auf 130 Mrd. Rubel
Brückenprojekt über die Lena in Jakutien: Verzögerungen und steigende Kosten
Der Bau der Lena-Brücke in der russischen Republik Jakutien verzögert sich und wird deutlich teurer als ursprünglich geplant. Statt wie vorgesehen 2023 soll die Fertigstellung nun erst 2028 erfolgen. Offizielle Stellen bestätigten eine erhebliche Aufstockung des Budgets gegenüber den ersten Schätzungen.
Noch 2017 waren die Kosten für die Brücke und die rechtsseitige Zufahrt auf 55 bis 64 Milliarden Rubel (umgerechnet 600–700 Millionen US-Dollar) veranschlagt worden. Mittlerweile liegt der genehmigte Finanzrahmen bei 122 Milliarden Rubel (1,3 Milliarden Dollar), wobei die Gesamtkosten auf maximal 130 Milliarden Rubel (1,4 Milliarden Dollar) begrenzt wurden.
Auf der linken Flussseite laufen bereits die Vorbereitungen. Die Hauptbauarbeiten sollen 2024 beginnen, während die Arbeiten auf der rechten Seite voraussichtlich Anfang 2025 abgeschlossen werden. Diese aktualisierten Zeitpläne gab Wladimir Siwzew, Jakutiens Minister für Verkehr und Straßeninfrastruktur, bekannt.
Die Finanzierung wird geteilt: Die Republik Jakutien und ein privater Investor übernehmen gemeinsam 65 Milliarden Rubel (700 Millionen Dollar) – das entspricht der Hälfte der Gesamtinvestition.
Die Inbetriebnahme der Brücke verschiebt sich damit auf 2028. Die Endkosten werden die Marke von 130 Milliarden Rubel (1,4 Milliarden Dollar) nicht überschreiten. Mit gesicherter Finanzierung und einem angepassten Zeitplan kann das Projekt nun vorankommen.
