12 June 2026, 14:30

Lehrerstreik in Mexiko legt Schulen lahm und kostet Millionen

CNTE-Streik kommt teuer; 586 MDP ausgegeben

Lehrerstreik in Mexiko legt Schulen lahm und kostet Millionen

Ein zehntägiger Lehrerstreik in Mexiko hat den Schulbetrieb lahmgelegt und dem Staatshaushalt Millionen gekostet. Über 88.000 Lehrkräfte haben die Arbeit niedergelegt, wodurch mehr als 1,4 Millionen Kinder in mindestens zehn Bundesstaaten betroffen sind. Im Mittelpunkt des Protests stehen un erfüllte Zusagen der Bundesregierung an die Lehrergewerkschaft CNTE.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Streik begann vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen der Gewerkschaft und den Behörden. Die Lehrkräfte fordern die Einlösung von Versprechen, die von der Regierung der „Vierten Transformation“ Mexikos gegeben wurden. Jeder Tag des Arbeitskampfes kostet den Staat rund 58,68 Millionen Dollar an Lohnausfällen – bisher summieren sich die Verluste auf über 34 Millionen Dollar.

Bisher wurden keine Lohnkürzungen oder Strafen für die streikenden Lehrkräfte angekündigt. Die Regierungen der Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas und Zacatecas haben bereits erklärt, auf Sanktionen verzichten zu wollen. Zwar schreibt das Allgemeine Bildungsgesetz keine automatischen Abzüge vor, doch könnten landesspezifische Vorschriften solche Maßnahmen ermöglichen.

Die finanziellen Folgen des Streiks sind beträchtlich: Die entgangenen Löhne entsprechen in etwa 150 Prozent des für 2026 vorgesehenen Budgets für die Lehrerfortbildung. Bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt von rund 1.170 Dollar stellt die Abwesenheit der 88.106 Streikenden einen massiven Arbeitsausfall dar.

Der Arbeitskampf unterstreicht die ungelösten Konflikte zwischen der Regierung und Beschäftigten im öffentlichen Sektor. Während die Auseinandersetzungen anhalten, bleibt der Schulbetrieb in zehn Bundesstaaten beeinträchtigt. Noch ist unklar, ob die Behörden finanzielle Maßnahmen gegen die protestierenden Lehrkräfte ergreifen werden.

Lesen Sie auch:

Quelle