02 April 2026, 12:05

Leerstehende Büros werden zu Wohnungen – so funktioniert das neue Förderprogramm

Ein Gebäude mit einer Glastür, einer grünen Markise, einem Schild mit der Aufschrift "Büroräume zu vermieten", einem Geländer und einem Baum links.

Leerstehende Büros werden zu Wohnungen – so funktioniert das neue Förderprogramm

Neues Regierungsprogramm soll leerstehende Büros in Tausende Wohnungen verwandeln

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Ein neues staatliches Förderprogramm zielt darauf ab, ungenutzte Büroflächen in Deutschlands größten Städten in Zehntausende Wohnungen umzuwandeln. Ab Mitte 2026 wird das Programm finanzielle Unterstützung für Projektentwickler und Investoren bereitstellen, die nicht mehr genutzte Gewerbeimmobilien umwidmen möchten. Nach Schätzungen von Behörden könnten bis zu 60.000 Wohnungen entstehen, wenn die leerstehenden Objekte effizient umgestaltet werden.

Die unter dem Namen "Gewerbe zu Wohnen" laufende Initiative sieht Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit vor. Die maximale Fördersumme pro Unternehmen ist auf 300.000 Euro begrenzt, wobei die Gelder nicht zurückgezahlt werden müssen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die umgebauten Immobilien den "Effizienzhaus-85-Erneuerbare-Energien"-Standard erfüllen, um klimafreundliche Sanierungen zu gewährleisten.

Trotz des Potenzials bleiben Herausforderungen bestehen. Bürogebäude erfordern oft kostspielige Umbauten, um als Wohnraum geeignet zu sein, da ihre Grundrisse sich deutlich von denen von Wohnimmobilien unterscheiden. Die in den letzten Jahren gestiegenen Baukosten haben zudem einige Umwandlungsprojekte wirtschaftlich weniger attraktiv gemacht.

Eine erste Einschätzung zeigt, dass allein in den sieben größten deutschen Städten ungenutzte Büroflächen Platz für rund 11.000 neue Wohnungen bieten könnten. Das übergeordnete Ziel des Programms ist es, Leerstandsquoten zu senken, den Wohnungsmangel zu lindern und nachhaltige Gebäudesanierungen zu fördern. Anträge können ab dem 1. Juli 2026 eingereicht werden, bisher liegen jedoch noch keine offiziellen Anträge vor.

Bei breiter Nutzung könnte die Initiative die Wohnraumverfügbarkeit in Ballungsräumen deutlich erhöhen. Entwickler müssen dabei die Umwandlungskosten gegen die verfügbaren Fördermittel abwägen. Die ersten Projekte im Rahmen des Programms sollen nach dem Start des Bewerbungsverfahrens Mitte 2026 beginnen.

Quelle