Lebenslange Haft für neun Männer nach blutigem Landstreit in Indien
Sebastian VoigtLebenslange Haft für neun Männer nach blutigem Landstreit in Indien
Ein Gericht in Greater Noida hat neun Personen wegen eines Doppelmords im Ort Girdharpur zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil wurde am 30. Juni 2023 gesprochen, nachdem es im Februar 2021 nach einem gewaltsamen Konflikt um einen Landstreit zu den Taten gekommen war. Bei dem Vorfall waren zwei Männer getötet und ein Dritter verletzt worden.
Der Zwischenfall ereignete sich am 8. Februar 2021, als eine Dorfversammlung in Girdharpur eskalierte. Ein Streit um Land führte dazu, dass Suresh, auch Salek genannt, und Amit getötet wurden. Ihr Onkel, Prem Singh, wurde bei dem Angriff ebenfalls verletzt.
Prem Singh entwickelte sich später zu einem entscheidenden Zeugen in dem Fall. Doch im Dezember 2021 wurde er erschossen – mutmaßlich aus Einschüchterung, nachdem sein polizeilicher Schutz zurückgezogen worden war.
Im Laufe der Ermittlungen sicherten die Beamten Schusswaffen, die mit der Tat in Verbindung standen. Zudem wurde gegen die Hauptangeklagten das Gangster-Gesetz angewandt, und Vermögenswerte im Wert von etwa 40 Millionen Rupien (rund 450.000 Euro) wurden beschlagnahmt. Unter den neun Verurteilten befanden sich fünf Brüder: Devendra Chandela, Ravindra Chandela, Jitendra Chandela, Satendra Chandela und Dharmendra Chandela.
Alle neun Angeklagten wurden wegen ihrer Beteiligung an den Morden schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte gegen jeden der Verurteilten eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Behörden hatten bereits Maßnahmen ergriffen, um das mit dem Fall verbundene kriminelle Netzwerk zu zerschlagen.
