LAUSD plant Schließung der Locke-Akademie trotz Fortschritten der Charter-Schule
Julian HartmannLAUSD plant Schließung der Locke-Akademie trotz Fortschritten der Charter-Schule
Der Schulbezirk Los Angeles Unified School District (LAUSD) hat in einer vorläufigen Abstimmung beschlossen, die Alain LeRoy Locke College Preparatory Academy als Charter-Schule zu schließen. Die Entscheidung folgt auf Bedenken wegen der Testergebnisse der Schule, obwohl es seit ihrem Austritt aus dem LAUSD-System Anzeichen für Verbesserungen gibt. Auch Haushaltsfragen spielen in der Debatte eine zentrale Rolle.
Die Leistungsergebnisse der Locke-Schule liegen weiterhin unter den Erwartungen. Dennoch hat die Schule seit ihrer Unabhängigkeit von LAUSD Fortschritte gezeigt. Der Schulbezirk argumentiert, dass die Rückkehr der Schülerinnen und Schüler in das LAUSD-System das Problem der schwachen Leistungen lösen würde.
Ein entscheidender finanzieller Faktor ist der Haushalt des Bezirks, der stark von den Schülerzahlen abhängt. Eine Schließung der Locke-Akademie würde etwa 1.000 Schüler zurück in das LAUSD-System bringen – was helfen könnte, die Finanzen des Bezirks zu stabilisieren.
Kritiker der Entscheidung verweisen auf Mängel im Testverfahren. Die Locke-Schüler mussten dieselben Prüfungen ablegen wie alle anderen Oberschüler in Los Angeles. Diese Tests spiegelten jedoch nicht den neuen Lehrstoff wider, den die Locke-Schüler behandelt hatten.
Ein Autor mit Promotion in Bildungspsychologie von der University of Southern California (USC) hat Bedenken geäußert. Er hinterfragt, ob Schüler, Lehrkräfte und Eltern ausreichend in die Diskussionen einbezogen wurden. Zudem bezeichnet er die Verwendung unveränderter Tests für eine andere Schülerschaft als schweren Fehler. Der Autor fordert alle Beteiligten auf, die Fakten sorgfältig zu prüfen, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.
Die vorläufige Schließungsentscheidung unterstreicht die Spannungen zwischen akademischer Leistung und finanziellen Notwendigkeiten. Die Rückkehr der Schüler zu LAUSD könnte den Haushalt des Bezirks entlasten. Das endgültige Ergebnis hängt jedoch von weiteren Überprüfungen und einer breiteren Beteiligung der Betroffenen ab.






