Labour zerrissen: Milibands Öl-Stopp spaltet Partei und gefährdet Arbeitsplätze
Julian HartmannLabour zerrissen: Milibands Öl-Stopp spaltet Partei und gefährdet Arbeitsplätze
In der britischen Labour-Partei haben sich die Spannungen zugespitzt, nachdem Energieminister Ed Miliband die Genehmigung neuer Ölbohrlizenzen in der Nordsee verweigert hat. Seine Haltung hat Abgeordnete verärgert, einige fordern bereits seinen Rücktritt. Gerüchten zufolge könnte nun eine Kabinettsumbildung bevorstehen.
Milibands Entscheidung hat vor allem in Schottland für Aufruhr gesorgt, wo rund 4.000 Arbeitsplätze in der Öl- und Bohrindustrie verloren gegangen sind. Kritiker werfen ihm vor, er setze auf ideologische Politik, statt sich der Lebenshaltungskrise zu widmen. Einige Abgeordnete gingen noch weiter und bezeichneten seinen Kurs angeblich als "völlig durchgeknallt".
Hinter den Kulissen beklagen Minister, Milibands Position blockiere notwendige Maßnahmen. Ein Insider äußerte: "Wir können nicht handeln, wie es nötig wäre, wenn Ed so weitermacht." Trotz des Drucks bleibt Miliband dabei, dass erneuerbare Energien – und nicht neue Bohrungen – die Lösung für die instabilen Energiepreise seien.
Es mehren sich Spekulationen, er könnte seine Entscheidung noch revidieren. Unterdessen soll Parteichef Keir Starmer eine Umbildung erwägen, um die Kontrolle zurückzugewinnen. Dabei könnte Miliband durch Vertreter des gemäßigteren linken Flügels ersetzt werden, während Dutzende Labour-Abgeordnete seinen Abgang fordern.
Der Streit um die Nordsee-Bohrungen hat tiefe Gräben in der Partei offenbart. Milibands Politik hat Arbeitsplatzverluste und politische Reibereien ausgelöst, während Starmer über eine Neuaufstellung nachdenkt. Die Entwicklung wird zeigen, ob Labour seinen Energiekurs korrigiert – oder noch konsequenter verfolgt.






