Kurt Beck attackiert Özdemirs "peinlichen" Wahlkampf – und verteidigt SPD-Strategie
Finn WolfKurt Beck wirft Özdemir 'peinliche' Wahlkampagne vor - Kurt Beck attackiert Özdemirs "peinlichen" Wahlkampf – und verteidigt SPD-Strategie
Der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat den Wahlkampf des Grünen-Politikers Cem Özdemir in Baden-Württemberg scharf kritisiert. Beck warf Özdemir vor, sich bewusst von den Kernthemen seiner Partei zu entfernen, während er gleichzeitig seinen SPD-Parteikollegen Alexander Schweitzer für die anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz unterstützt.
Özdemir hatte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg Anfang März einen deutlichen Sieg errungen. Sein Wahlkampf setzte auf einen präsidialen, überparteilichen Ansatz und nutzte den Slogan "Sie kennen mich", um persönliches Vertrauen statt Parteibindung in den Vordergrund zu stellen. Umfragen zeigten, dass 47 Prozent der Wähler ihn als Ministerpräsident bevorzugten – ein entscheidender Faktor für das beste Ergebnis der Grünen in dem Bundesland.
Beck bezeichnete Özdemirs Strategie als peinlich, insbesondere dessen öffentliche Abkehr von zentralen Parteipositionen. Zugleich wies er Spekulationen zurück, Schweitzer könnte ähnliche Methoden übernehmen. Schweitzer trifft am kommenden Sonntag in der Landtagswahl von Rheinland-Pfalz auf den CDU-Herausforderer Gordon Schnieder.
Becks Äußerungen unterstreichen die Spannungen zwischen persönlichkeitsorientiertem und parteigebundenem Wahlkampf. Während Özdemir in Baden-Württemberg mit seinem Ansatz erfolgreich war, setzt Schweitzer auf eine klassische SPD-Linie. Das Ergebnis der Wahl in Rheinland-Pfalz wird zeigen, welche Strategie bei den Wählern besser ankommt.






