Hessens Wälder im Wandel: 6 % mehr Holzeinschlag durch Dürre und Klimastress
Sebastian VoigtMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: 6 % mehr Holzeinschlag durch Dürre und Klimastress
Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern steigt im Herbst und Winter 2025–2026 um etwa 6 %
Der Holzeinschlag in den Landeswäldern Hessens nahm im Herbst und Winter 2025–2026 um rund 6 % zu. Die Steigerung ist Teil der laufenden Bemühungen, die Wälder in widerstandsfähigere Mischbestände umzuwandeln. Wie Behörden berichten, belasten anhaltende Dürreperioden und Hitzewellen weiterhin die Gesundheit der Bäume, sodass geschädigte Bestände entfernt werden müssen.
Insgesamt wurden 2025 etwa 1,49 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen – ein leichter Gesamtanstieg. Besonders stark stieg der Einschlag von Laubholz um rund 25 %, vor allem wegen der Aufhebung eines Fällverbots für bestimmte Buchenbestände im Jahr 2024. Gleichzeitig ging der Nadelholzeinschlag um 6 % zurück.
Die Folgen der langjährigen Trockenheit werden zunehmend sichtbar. Buchen leiden besonders unter Spätschäden: Geschwächte und absterbende Bäume müssen noch Jahre nach Extremwetterereignissen geräumt werden. Seit der Aufhebung des Fällverbots haben sich die von Buchen dominierten Flächen um 15 % verringert – von 450.000 Hektar im Jahr 2020 auf 382.500 Hektar Anfang 2026.
HessenForst steuert die Winterarbeiten sorgfältig, um Bodenschäden zu vermeiden und gleichzeitig die Holzversorgung aufrechtzuerhalten. Im Mittelpunkt steht der Umbau zu artenreichen Wäldern, die klimatischen Belastungen besser standhalten.
Die Veränderungen beim Holzeinschlag spiegeln sowohl Erholungsmaßnahmen als auch die langfristigen Folgen vergangener Klimabedingungen wider. Angesichts des Rückgangs der Buchenwälder und des gestiegenen Laubholzeinschlags setzt Hessens Forststrategie nun auf langfristige Stabilität. Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Herausforderung, Holzproduktion und ökologische Widerstandsfähigkeit in Einklang zu bringen.






