12 March 2026, 20:03

Kühnert schließt rot-rot-grüne Koalition wegen Ukraine-Konflikt aus – vorerst

Ein blaues Plakat mit fetter weißer Schrift und einem weißen Kreis-Logo mit roter "G7"-Aufschrift, das die Unterstützung der Ukraine fordert.

Former SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert glaubt nicht mehr an eine Ampel-Koalition - Kühnert schließt rot-rot-grüne Koalition wegen Ukraine-Konflikt aus – vorerst

Eine mögliche Koalition zwischen SPD, Grünen und der Linken in Deutschland scheint derzeit unwahrscheinlich. Kevin Kühnert, eine führende Stimme der SPD, hat die Idee aufgrund tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten in der Außenpolitik zurückgewiesen. Seine Äußerungen unterstreichen, dass der Ukraine-Krieg ein zentrales Hindernis für eine Zusammenarbeit darstellt.

Kühnert verwies insbesondere auf die Haltung der Linken zu Waffenlieferungen an die Ukraine als Hauptstreitpunkt. Er bezeichnete deren Position als unverständlich und betonte, sie stehe im Widerspruch zum Kurs von SPD und Grünen. Der Krieg hat scharfe Gräben zwischen den Parteien in Fragen der Verteidigungspolitik und internationalen Unterstützung aufgedeckt.

Obwohl Kühnert eine rot-rot-grüne Allianz vorerst ausschloss, ließ er die Tür für künftige Kooperationen einen Spalt offen. Er deutete an, dass sich die Positionen mit der Zeit so weit annähern könnten, um das Thema neu zu bewerten. Kurzfristig seien die Unterschiede jedoch zu groß, um sie zu überbrücken.

Die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der Linken durch die SPD spiegelt die anhaltenden Debatten über Deutschlands Rolle im Ukraine-Konflikt wider. Solange es keine Einigung bei den Waffenlieferungen gibt, bleibt eine Koalition der drei Parteien vorerst vom Tisch. Kühnerts Aussagen signalisieren eher eine Pause als ein endgültiges Aus für die Gespräche.

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