17 April 2026, 04:32

Krypto-Branche warnt vor US-Regulierung: "Gensler 2.0" droht Kapitalflucht und Innovationsverlust

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen auf einem weißen Hintergrund.

Krypto-Branche warnt vor US-Regulierung: "Gensler 2.0" droht Kapitalflucht und Innovationsverlust

Die Krypto-Politik der USA steht erneut in der Kritik, während Branchenführer vor wirtschaftlichen Risiken warnen. Ripple-CEO Brad Garlinghouse und der XRP-Befürworter John Deaton haben sich beide gegen die regulatorische Unsicherheit ausgesprochen. Ihre Bedenken kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Senatorin Elizabeth Warren den Vorsitz im Bankenausschuss des Senats übernehmen soll – eine Position, die strengere Regeln für digitale Vermögenswerte prägen könnte.

In einem aktuellen Interview mit Maria Bartiromo warnte Garlinghouse, dass sich die USA weitere Verzögerungen bei der Krypto-Regulierung nicht leisten könnten. Er bezeichnete den aktuellen Ansatz als "Gensler 2.0" – in Anspielung auf die Strategie von SEC-Chef Gary Gensler, der durch Repressalien statt klare Richtlinien reguliert. Die fehlende Klarheit, so Garlinghouse, treibe Kapital in Vermögenswerte, die unter Aufsicht als weniger riskant gelten.

Deaton unterstrich diese Sicht und betonte, wie die regulatorische Unsicherheit Fachkräfte, Liquidität und Innovationen ins Ausland treibe. Ohne entschlossenes Handeln, warnte er, riskiere die USA ihren Wettbewerbsvorteil in diesem Sektor. Beide forderten den Kongress auf, verbindliche Gesetze zu verabschieden. Deaton argumentierte, dass nur strenge Regelungen die Einführung einer überwachungsbasierten Digitalwährung der Zentralbank (CBDC) verhindern könnten.

Die Warnungen fallen mit der erwarteten Übernahme des Vorsitzes im Bankenausschuss durch Elizabeth Warren zusammen. Die Senatorin, bekannt für ihre kritische Haltung gegenüber Kryptowährungen, hat bereits Gesetzentwürfe unterstützt, die eine strengere Kontrolle digitaler Vermögenswerte vorsehen. Ihre künftige Rolle weckt bei Branchenvertretern Sorgen vor einer Welle restriktiver Maßnahmen.

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Die Debatte über die Krypto-Regulierung in den USA verschärft sich, während einflussreiche Stimmen auf rechtliche Klarheit drängen. Ohne diese, so die Warnung von Experten, drohen dem Land weitere Kapitalflucht und ein geschwächter Standort in der globalen Digitalwirtschaft. Die künftige Ausrichtung der Politik könnte maßgeblich von Warrens Führung und der Handlungsbereitschaft des Kongresses abhängen.

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