Kostanay feiert drastischen Rückgang der NEET-Jugendlichen in nur zwei Jahren
Sebastian VoigtKostanay feiert drastischen Rückgang der NEET-Jugendlichen in nur zwei Jahren
Schlagartiger Rückgang der NEET-Jugendlichen in der Region Kostanay, Kasachstan
In der kasachischen Region Kostanay ist die Zahl der jungen Menschen, die sich weder in Ausbildung, Arbeit noch in einer schulischen oder beruflichen Maßnahme befinden (sogenannte NEETs), in den vergangenen zwei Jahren deutlich gesunken. Während im Jahr 2023 noch 11.924 Jugendliche dieser Gruppe erfasst wurden – was einer Quote von 5,7 Prozent entsprach –, verringerte sich die Zahl bis Ende 2025 auf 3.330. Dieser Rückgang ist auf gezielte Regierungsinitiativen und Aufklärungsprogramme zurückzuführen.
Der Abwärtstrend setzte bereits 2024 ein, als sich die NEET-Zahlen im Vergleich zum Vorjahr halbierten. Im Januar 2025 waren in der Region noch 6.104 junge Menschen ohne Beschäftigung oder Bildung registriert, doch im Laufe des Jahres ging diese Zahl kontinuierlich zurück. Die Behörden führen den Erfolg auf aktive Strategien der Kontaktaufnahme zurück, darunter Hausbesuche und Kampagnen in sozialen Medien.
Die meisten NEET-Jugendlichen leben in der Regionalhauptstadt Kostanay sowie in anderen städtischen Gebieten und im Bezirk Kostanay. In ländlichen Regionen sind die Fallzahlen deutlich geringer, was vor allem auf die niedrigere Bevölkerungsdichte zurückzuführen ist. Die Unterstützung für diese jungen Menschen bleibt jedoch begrenzt und beschränkt sich größtenteils auf Berufsberatung und Jobmessen.
Im Jahr 2025 wurden in der Region insgesamt 16.301 Beratungsgespräche durchgeführt, davon 11.366 im Rahmen staatlich geförderter Programme. Allein das Jugendressourcenzentrum führte 3.691 dieser Sitzungen durch. Weitere Maßnahmen umfassen Kooperationsvereinbarungen zwischen Jugendeinrichtungen und Bewährungshilfe, die sich gezielt an gefährdete Jugendliche richten.
Durch die Bemühungen der Region konnte die Zahl der NEET-Jugendlichen seit 2023 um fast drei Viertel reduziert werden. Aufklärungsprogramme und die Zusammenarbeit mit der Bewährungshilfe zielen weiterhin auf benachteiligte junge Menschen ab. Dennoch konzentriert sich die Unterstützung nach wie vor vorrangig auf Berufsberatung und weniger auf spezialisierte, langfristige Lösungen.






