08 May 2026, 08:29

Korruptionsskandal in Wladiwostok: Wie Beamte Gefahrgut-Lizenzen gegen Schmiergelder verkauften

Gelblicher russischer Regierungsbeleg mit sauberer, lesbarer Handschrift auf altem Papier.

Korruptionsskandal in Wladiwostok: Wie Beamte Gefahrgut-Lizenzen gegen Schmiergelder verkauften

Großer Korruptionsskandal in Wladiwostok: Bestechung, Betrug und Geldwäsche bei Gefahrgut-Transportlizenzen

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Wladiwostok ist ein schwerwiegender Korruptionsfall aufgedeckt worden, der Bestechung, Betrug und Geldwäsche im Zusammenhang mit Lizenzen für den Transport gefährlicher Stoffe umfasst. Die Behörden haben mehrere Beschuldigte angeklagt, darunter einen ehemaligen Regionalbeamten für Verkehrswesen und eine lokale Unternehmerin, nachdem ein System aufgedeckt wurde, mit dem durch Bestechungsgelder in Höhe von über 800.000 Rubel (rund 8.700 Euro) Zertifikate illegal erworben wurden.

Der Skandal nahm zwischen 2012 und 2013 seinen Anfang, als die Beschuldigten in Wladiwostok eine Garagengenossenschaft gründeten. Unter falschen Angaben pachteten sie ein städtisches Grundstück und nutzten es als Teil eines größeren Betrugsnetzwerks. Die Machenschaften wurden später vom FSB-Direktorat für das Gebiet Primorje aufgedeckt.

Eine 54-jährige Einwohnerin Wladiwostoks, die bei einem Unternehmen für den Transport gefährlicher Güter beschäftigt war, soll Beamten der Fernost-Zweigstelle von Rosawtotrans Schmiergelder angeboten haben. Die Zahlungen wurden über einen Mittelsmann abgewickelt, um sicherzustellen, dass Fahrer Prüfungen für Sonderlizenzen bestanden. Der Mittelsmann wurde inzwischen verurteilt, während die Ermittlungen gegen die Empfänger der Bestechungsgelder noch laufen.

Die Staatsanwaltschaft hat nun ein Verfahren gegen den ehemaligen Leiter der Fernost-Zweigstelle von Rosawtotrans und drei mutmaßliche Komplizen eingeleitet. Die Anklagepunkte umfassen großangelegten Betrug mit städtischem Grundbesitz, Geldwäsche sowie systematische Bestechung gemäß Artikel 291, Absatz 4(b) des russischen Strafgesetzbuchs. Zudem wurden Klagen eingereicht, um alle betrügerisch ausgestellten Transportzertifikate für ungültig zu erklären.

Der Fall zeigt ein abgestimmtes Vorgehen, um Lizenzverfahren für finanzielle Vorteile auszunutzen. Da der Mittelsmann bereits verurteilt wurde und weitere Prozesse anstehen, arbeiten die Behörden daran, alle unrechtmäßig erworbenen Zertifikate zu annullieren. Das Ergebnis der Verfahren wird entscheiden, ob die Beschuldigten für ihre Rolle in dem System bestraft werden.

Lesen Sie auch:

Quelle