Kongresspartei triumphiert in Karnataka dank Überkreuzwählen und strategischer Stimmen
Finn WolfKongresspartei triumphiert in Karnataka dank Überkreuzwählen und strategischer Stimmen
Bei den alle zwei Jahre stattfindenden Wahlen zum Legislativrat in Karnataka hat die Kongresspartei einen deutlichen Sieg errungen. Die Partei gewann fünf der sieben zu vergebenden Sitze, wobei ihre Kandidaten erhebliche Unterstützung erhielten. Eine entscheidende Rolle spielte dabei das Phänomen des Überkreuzwählens (Cross-Voting).
Die Kongresspartei stellte fünf Kandidaten auf, während die BJP zwei und die Janata Dal (Secular) – JD(S) – einen Kandidaten nominierte. Um im ersten Wahlgang zu siegen, waren 28 Stimmen erforderlich. Besonders hervor tat sich der Kongresskandidat Vinay Karthik, der 32 Stimmen erhielt und damit sowohl die offiziellen Kandidaten der Kongresspartei als auch der BJP übertraf. Er erhielt 12 Stimmen mehr, als ihm ursprünglich zugedacht waren.
Das Überkreuzwählen beeinflusste das Ergebnis maßgeblich: Vier BJP-Abgeordnete und mindestens sieben JD(S)-Parlamentarier stimmten gegen die eigenen Parteikandidaten. Zudem votierten mindestens 11 Abgeordnete des Landesparlaments durch Überkreuzwählen für die Kongresspartei. Der erste BJP-Kandidat, Lingaraj Patil, erhielt 27 Stimmen und verlor damit vier der offiziellen Stimmen seiner Partei. Der zweite Kongresskandidat, P. V. Mohan, kam auf 29 Stimmen, die jedoch möglicherweise ungültig sind.
Mit diesem Sieg festigt die Kongresspartei ihre dominierende Position im Legislativrat. In der 224 Sitze umfassenden Legislativversammlung stellt die Partei bereits 135 Abgeordnete, während die BJP 62 und die JD(S) 18 Mandate halten. Die Wahlergebnisse spiegeln deutliche Verschiebungen im Abstimmungsverhalten der Parlamentarier wider.






