Koblenz sichert 89 Millionen Euro für Großprojekte und neue Stadtführung
Charlotte RichterKoblenz sichert 89 Millionen Euro für Großprojekte und neue Stadtführung
Koblenz hat aus einem bundesweiten Infrastrukturfonds ein regionales Budget von rund 89 Millionen Euro gesichert. Der Stadtrat hat zudem mehrere Großprojekte genehmigt, darunter neue Bürgerhäuser und energetische Sanierungen. Dr. Dagmar Kranz wurde zur ersten hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt ernannt.
Der Rat stimmte verschiedenen Vorhaben in Koblenz zu, darunter drei neue multifunktionale Bürgerhäuser, energieeffiziente Modernisierungen öffentlicher Gebäude sowie ein Gründach für die Stadtbibliothek. Im Oberwerther Sportpark entsteht zudem ein neues Mehrzweckgebäude.
Geplant sind außerdem Verkehrsicherheitsmaßnahmen entlang der Emser Straße, Rizzastraße und Lennéstraße. Durch die Ausweitung von Tempo-30-Zonen soll die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer in diesen Bereichen erhöht werden.
Für die Sanierung des Stadttheaters wurden zusätzliche 1 Million Euro bewilligt, wodurch sich die Gesamtkosten auf etwa 45,6 Millionen Euro belaufen. Die Wiedereröffnung verzögert sich damit bis Februar 2027. Zudem beschloss der Rat den Bau einer neuen Feuerwehrwache in Horchheim für rund 7,8 Millionen Euro.
Dr. Dagmar Kranz wird am 1. Juli 2026 das Amt der Oberbürgermeisterin übernehmen und löst damit Ulrike Mohrs ab, die nach acht Jahren aus dem Amt schied. Bereits jetzt hat sie ihre neue Position als erste hauptamtliche Beigeordnete der Stadt angetreten. Aktualisierte Prognosen deuten darauf hin, dass die Einwohnerzahl Koblenz’ bis 2040 auf etwa 112.000 sinken könnte.
Der neue Infrastrukturfonds wird die Entwicklungspläne Koblenz’ unterstützen. Projekte wie die Theatersanierung, die Feuerwehrwache und die Bürgerhäuser sollen vorangetrieben werden. Der Führungswechsel in der Stadtverwaltung und die Bevölkerungsprognosen werden künftige politische Entscheidungen prägen.
