15 May 2026, 08:03

KNDS investiert eine Milliarde Euro in Rüstungsproduktion und expandiert massiv

Militärpersonenwagen mit montierter großer Kanone, der auf einer Straße neben einem Wald fährt, Pflanzen unten und Bäume im Hintergrund.

KNDS investiert eine Milliarde Euro in Rüstungsproduktion und expandiert massiv

Europäischer Rüstungskonzern KNDS plant massive Ausweitung der Produktionskapazitäten

Der europäische Rüstungsverbund KNDS bereitet eine deutliche Erweiterung seiner militärischen Fertigungskapazitäten vor. Das Unternehmen will rund eine Milliarde Euro investieren, um die Produktion von Panzern und gepanzerten Fahrzeugen zu steigern. Derzeit laufen Gespräche mit mehreren Firmen, um zusätzliche Produktionsflächen in ganz Deutschland zu sichern.

KNDS hat seine Präsenz in den vergangenen Jahren bereits ausgebaut. 2021 übernahm der Konzern das Werk des französischen Technologiekonzerns Alstom in Görlitz. Nun prüft das Unternehmen weitere Übernahmen, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

Aktuell evaluiert KNDS den Kauf des Volkswagen-Werks in Osnabrück. Dies folgt auf das zuvor geäußerte, später aber verworfene Interesse von Rheinmetall an dem Standort. Parallel führt KNDS Gespräche mit Mercedes-Benz über dessen Standort in Ludwigsfelde. Zwar gibt es noch keine endgültige Einigung, doch der Automobilhersteller erwägt, Teile des Werks für die Produktion militärischer Fahrzeuge zu verpachten.

Mercedes-Benz selbst strukturiert seine Produktion um: Bis etwa 2030 soll die Fertigung der Sprinter-Transporter von Ludwigsfelde nach Jawor in Polen verlagert werden. Diese Verlegung könnte Kapazitäten für die Rüstungsproduktion freimachen.

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Die Expansionspläne fallen mit einer geplanten Großbestellung der Bundeswehr zusammen. In den kommenden Monaten sollen bis zu 3.000 gepanzerte Radfahrzeuge vom Typ Boxer in Auftrag gegeben werden.

Mit der Milliarde Euro will KNDS die Produktion von Panzern und Militärfahrzeugen deutlich erhöhen. Sollten die Deals für die Standorte Osnabrück und Ludwigsfelde zustande kommen, würde das Unternehmen beträchtliche zusätzliche Kapazitäten gewinnen. Die geplante Bestellung der Boxer-Fahrzeuge durch die Bundesregierung würde die Nachfrage nach erweiterten Fertigungsmöglichkeiten weiter antreiben.

Quelle