24 March 2026, 14:03

Klingbeil will Spritpreise deckeln – und Ölkonzerne zur Kasse bitten

Grafik, die die Entwicklung der Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten zeigt, mit zwei Linien, die den Preistrend darstellen, einer abnehmenden (blau) und einer zunehmenden (grün).

Klingbeil will Spritpreise deckeln – und Ölkonzerne zur Kasse bitten

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil fordert schnelle Maßnahmen gegen explodierende Spritpreise

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Deutschlands Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) drängt auf rasches Handeln, um die stark gestiegenen Kraftstoffpreise in den Griff zu bekommen. Als Vorbild soll Luxemburg dienen: Er schlägt die Einführung von Preisobergrenzen sowie eine Übergewinnsteuer auf die Rekordgewinne der Mineralölkonzerne vor. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Autofahrer in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich höhere Kosten tragen müssen.

Klingbeil kritisierte scharf, was er als "skandalöse Preistreiberei" der Ölkonzerne bezeichnete. Die jüngsten Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt hätten den Unternehmen unrechtmäßig hohe Gewinne beschert, so der Politiker. Er wirft den Konzernen vor, den Krieg auszunutzen, um die Preise an den Tankstellen künstlich in die Höhe zu treiben. Sein Plan sieht vor, die Spritpreise alle zwei Wochen anzupassen – oder bei Marktinstabilität sogar häufiger –, ähnlich wie es in Luxemburg bereits praktiziert wird.

Der SPD-Vorsitzende plädiert zudem dafür, die Einnahmen aus der Übergewinnsteuer an die Bürger zurückzugeben. Als mögliche Maßnahmen nannte er eine Erhöhung der Pendlerpauschale oder Senkungen bei den Energiesteuern. Klingbeil wird das Thema am Freitag auf der Tagesordnung der europäischen Finanzminister bringen und die Europäische Kommission auffordern, die Steuerregelung zügig wieder einzuführen.

Mehrere EU-Länder wie Tschechien, die Slowakei, Italien und Spanien hatten die Übergewinnsteuer bereits bis Juni 2022 umgesetzt. Damals lehnte die Europäische Kommission Forderungen nach einer Abschaffung der Regelung ab und betonte deren Bedeutung für die Finanzierung von Energiehilfsprogrammen.

Klingbeils Vorhaben zielt darauf ab, dass Deutschland strengere Kontrollen bei der Kraftstoffpreisbildung einführt und die Übergewinne der Ölkonzerne an die Verbraucher zurückfließen lässt. Das Paket soll die finanzielle Belastung für Autofahrer in Zeiten anhaltender Marktschwankungen verringern. Die Gespräche mit den EU-Partnern werden zeigen, ob die Pläne auf breitere Unterstützung stoßen.

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