07 June 2026, 04:29

Kirchenimmobilien in Mumbai: Streit um angebliche Verkäufe eskaliert

Christen Gruppe bittet Wohltätigkeitskommissar um Klärung über den Verkauf von drei Mumbai-Kircheigentümern

Kirchenimmobilien in Mumbai: Streit um angebliche Verkäufe eskaliert

Ein Streit um den angeblichen Verkauf wertvoller kircheneigener Immobilien in Mumbai ist entbrannt. Nach öffentlichen Anzeigen, die auf den Verkauf von drei Schlüsselgrundstücken hindeuteten, fordern nun rechtliche Schreiben und Petitionen Aufklärung. Das Erzbistum Bombay und der Jesuitenorden haben inzwischen jede Verkaufsabsicht zurückgewiesen.

Betroffen sind ein 235 Quadratmeter großes Grundstück in Verbindung mit der St.-Stephans-Kirche, ein 8.740 Quadratmeter großes Exerzitienhaus im Stadtteil Bandra West sowie ein meeresnahes Grundstück des Klerusheims in derselben Gegend. Verwirrung entstand, nachdem öffentliche Bekanntmachungen erschienen, die schnelle Reaktionen von Rechtsvertretern und Gemeinschaftsgruppen auslösten.

Der Anwalt Joaquim Fernandes reichte rechtliche Schreiben ein und forderte Transparenz bei den drei Immobilien. Darin wurde infrage gestellt, ob das Erzbistum Bombay und der Jesuitenorden überhaupt Verkäufe autorisiert hätten. Eine christliche Gemeinschaftsorganisation wandten sich zudem an den Stiftungsaufsichtsbeamten und die Polizeiführung mit der Bitte um Bestätigung, ob die erforderlichen Genehmigungen nach den Vorschriften für öffentliche Treuhandstiftungen erteilt worden seien.

Das Erzbistum erklärte später, ein Druckfehler in der öffentlichen Bekanntmachung habe das Missverständnis ausgelöst. Die St.-Stephans-Kirche präzisierte separat, ihre Anzeige beziehe sich auf die Neuentwicklung eines Wohngebäudes an der K. Jagmohandas Marg – nicht auf die Kirche selbst. Derweil bestritt der Jesuitenorden, dass das Gelände des Exerzitienhauses jemals zum Verkauf gestanden habe, und leitete eine interne Untersuchung zur Herkunft der irreführenden Bekanntmachung ein.

Die Gemeinschaftsorganisation betonte die emotionale und materielle Bedeutung dieser Stätten für die örtlichen Katholiken. Sie argumentierte, ein möglicher Verkauf würde das kulturelle Erbe und die Gemeinschaftsbindungen beeinträchtigen, und forderte die Behörden auf, die Rechtmäßigkeit der Anzeigen zu überprüfen.

Der Stiftungsaufsichtsbeamte und die Polizei haben auf die Petition bisher nicht reagiert. Erzbistum und Jesuitenorden beharren darauf, dass keine Verkäufe geplant seien, und führen das Problem auf einen Irrtum zurück. Die rechtliche und öffentliche Prüfung des Status der Grundstücke hält an, während die Beteiligten auf eine offizielle Klärung warten.

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