Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg droht wegen Finanznot das Aus
Charlotte RichterKinder- und Jugendarbeit in Hamburg droht wegen Finanznot das Aus
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor der Schließung – Grund sind unsichere Finanzierungen. Die Organisation, die 17 Einrichtungen und 27 Projekte betreibt, kann ihre Verwaltungskosten nicht mehr decken. Auch das Büro der OHA!-Anwältin für Kinder- und Jugendrechte könnte schließen, nachdem die Stadt angedroht hat, ihre Unterstützung zu streichen.
Seit der Gründung im Jahr 2021 hat die OHA-Stelle jährlich etwa 300 Beratungen durchgeführt. Der VKJH beschäftigt 90 Festangestellte und 150 freie Mitarbeiter:innen, doch die Zentrale war nie ausreichend finanziert. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, benötigt die Organisation jährlich zusätzliche 120.000 Euro für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle.
Die städtische Bildungsbehörde plant, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen. Zudem soll die Trägerschaft neu vergeben und der Vertrag neu ausgeschrieben werden. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und scharfe Kritik an dieser Entscheidung geäußert. Trotz der finanziellen Notlage des VKJH hält die Behörde an ihren Plänen fest.
Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, erwägt der VKJH, alle seine Einrichtungen und Projekte auf die Stadtbezirke zu übertragen. Die Zukunft des VKJH bleibt ungewiss. Ohne zusätzliche Mittel könnte die Schließung die Angebote für Kinder und Jugendliche schwer beeinträchtigen. Das geplante Neuausschreibungsverfahren der Stadt dürften die Lage weiter verschärfen.






