KI-Richtlinien an Schulen: Eltern fordern Stopp und mehr Transparenz vom Bildungsministerium
Sebastian VoigtKI-Richtlinien an Schulen: Eltern fordern Stopp und mehr Transparenz vom Bildungsministerium
Das Bildungsministerium steht wegen seines Umgangs mit den KI-Richtlinien für öffentliche Schulen in der scharfen Kritik. Eltern und Verantwortliche äußern Bedenken hinsichtlich Transparenz, Planung und vergangener Versäumnisse bei der Einführung neuer Technologien.
Der Streit entbrannte, als das Ministerium einen Entwurf für KI-Leitlinien vorlegte, den viele Eltern als verwirrend und widersprüchlich empfanden. Die Elternkoalition für Datenschutz von Schülern kritisierte die Behörde zudem dafür, nicht offengelegt zu haben, wie KI-Tools in einigen Schulen bereits eingesetzt werden. Später bestätigten Vertreter des Ministeriums, dass KI-Produkte in einzelnen Schulen ohne klares Konzept eingeführt worden seien.
Bei einer gemeinsamen Anhörung hörte der Stadtrat die Sorgen der Eltern zum Richtlinienentwurf an. Der Bildungsausschussvorsitzende Eric Dinowitz wies auf die mangelnde Vorbereitung bei der KI-Einführung hin. Schulkanzler Kamar Samuels ging noch einen Schritt weiter und schlug ein zweijähriges Moratorium für den KI-Einsatz an Schulen vor. Einige Eltern unterstützten diesen Aufruf nach einer Pause.
Nach der Anhörung stoppte das Bildungsministerium die Verbreitung seiner KI-Richtlinien. Nun plant die Behörde, im Sommer eine überarbeitete Fassung zu veröffentlichen – doch Kritiker bleiben skeptisch, angesichts der früheren Schwierigkeiten des Ministeriums mit neuen Technologien.
Die KI-Leitlinien des Bildungsministeriums sind vorerst ausgesetzt, während die Überarbeitung läuft. Eltern und Verantwortliche fordern weiterhin klarere Regelungen und eine mögliche Verzögerung der Einführung. Die Fähigkeit der Behörde, solche Technologien zu steuern, bleibt umstritten.
