KEPSA fordert Senkung des Spitzensteuersatzes auf 30 Prozent
Die Kenianische Privatsektor-Allianz (KEPSA) hat das Parlament aufgefordert, den höchsten Lohnsteuersatz (Pay As You Earn, PAYE) zu senken. Derzeit bei 35 Prozent liegend, soll er auf 30 Prozent reduziert werden, um die finanzielle Belastung der Arbeitnehmer zu verringern. Der Vorschlag ist Teil umfassender Empfehlungen für den anstehenden Finanzgesetzentwurf 2026.
KEPSA legte den Abgeordneten seine Vorschläge vor und wies dabei auf die Notwendigkeit hin, eine sogenannte "dreifache Krise" zu bewältigen. Dazu zählen finanzielle Engpässe, anhaltende Energieknappheit und unvorhersehbare regulatorische Änderungen. Diese Herausforderungen belasteten sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte erheblich, so das Bündnis.
Ziel der vorgeschlagenen Steuersenkung ist es, die Nettoeinkommen der Arbeitnehmer zu entlasten. Durch eine Begrenzung des höchsten PAYE-Satzes auf 30 Prozent bleibe mehr verfügbares Einkommen bei den Beschäftigten, argumentiert KEPSA. Diese Anpassung könnte dazu beitragen, die Haushaltsfinanzen in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten zu stabilisieren.
Der aktuelle Satz von 35 Prozent gilt für Spitzenverdiener – ein Niveau, das die Allianz mittlerweile als nicht mehr tragbar ansieht. Der Reformdruck ist Teil umfassender Bemühungen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor Beginn des Haushaltsjahres 2026 zu verbessern.
Sollte der Vorschlag angenommen werden, würde die Steuersenkung vor allem Gutverdiener direkt entlasten, indem ihr Nettoeinkommen steigt. Gleichzeitig zeigt der Vorstoß, wie stark die Regierung unter Zugzwang gerät, wirtschaftliche Herausforderungen durch politische Maßnahmen anzugehen. Das Parlament wird die Empfehlung nun gemeinsam mit weiteren Eingaben für den Finanzgesetzentwurf 2026 prüfen.






