Kasachstan will EU-Forschungsprogramm Horizon Europe beitreten – was das bedeutet
Charlotte RichterKasachstan will EU-Forschungsprogramm Horizon Europe beitreten – was das bedeutet
Kasachstan hat Schritte unternommen, um dem EU-Forschungsprogramm Horizon Europe beizutreten. Der kasachische Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung, Sayasat Nurbek, traf sich in Brüssel mit EU-Vertretern, um das Vorhaben zu erörtern. Der Schritt könnte kasachischen Forschern und Universitäten neue Fördermöglichkeiten eröffnen.
Die Gespräche begannen mit Vertretern dreier Einrichtungen der Europäischen Kommission, die allesamt die Bewerbung Kasachstans unterstützten. Das Land tritt nun in die Vorbereitungsphase ein und strebt eine volle Teilnahme als assoziiertes Mitglied an. Nur wenige Nicht-EU-Staaten verfügen derzeit über diesen Status, was den Prozess besonders selektiv macht.
Horizon Europe, mit einem Budget von 175 Milliarden Euro, vergibt Zuschüsse für wissenschaftliche Zusammenarbeit und Innovation. Kasachische Universitäten und Forschungseinrichtungen hätten bei einem erfolgreichen Beitritt Zugang zu diesen Mitteln. Minister Nurbek führte zudem Gespräche mit der Brüsseler Diplomatenakademie, die ihre Forschung zu Zentralasien ausbauen will – mit besonderem Fokus auf Kasachstan.
Neben der Forschungszusammenarbeit schlug die Akademie auch berufliche Weiterbildungen für kasachisches diplomatisches Personal vor. Die Treffen unterstrichen die wachsenden Beziehungen zwischen der EU und dem zentralasiatischen Land in den Bereichen Wissenschaft und Diplomatie.
Kasachstans Bestrebungen, Horizon Europe beizutreten, könnten dem Forschungssektor des Landes erhebliche Finanzmittel und Partnerschaften bringen. Die nächsten Schritte umfassen detaillierte Verhandlungen und Compliance-Prüfungen. Ein Erfolg würde das Land in den exklusiven Kreis der nicht zur EU gehörenden Programmteilnehmer aufnehmen.






