Kanada verweigert iranischen Fußballfunktionären wegen Terrorverbindungen die Einreise
Julian HartmannKanada verweigert iranischen Fußballfunktionären wegen Terrorverbindungen die Einreise
Drei iranische Fußballfunktionäre, darunter der Präsident des iranischen Fußballverbandes, ist die Einreise nach Kanada verweigert worden. Die Entscheidung fiel, nachdem Berichte bekannt wurden, wonach einer von ihnen zuvor ein Visum erhalten hatte. Kanadische Minister haben inzwischen die Haltung der Regierung zu Personen mit Verbindungen zu terroristischen Gruppen präzisiert.
Der Vorfall begann, als iranische Staatsmedien bestätigten, dass Mehdi Taj, der Präsident des iranischen Fußballverbandes, und zwei weitere Funktionäre an der Grenze abgewiesen worden waren. Taj, ein ehemaliger Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarde, hatte laut Iran International zunächst ein Visum erhalten.
Die kanadische Nachrichtenagentur The Canadian Press berichtete erstmals am 29. April 2026 über den Fall. Der Minister für öffentliche Sicherheit, Gary Anandasangaree, erklärte später, Kanada gestatte keinen Zutritt für Personen mit Verbindungen zu terroristischen Organisationen. Seine Äußerungen folgten auf Fragen, wie Taj überhaupt die Einreise genehmigt worden war.
Michelle Rempel Garner, die migrationspolitische Sprecherin der Konservativen, kritisierte das Überprüfungsverfahren der Regierung scharf. Sie argumentierte, dass Tajs kurze Einreise ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Grenzsicherheit aufwerfe. Außenministerin Anita Anand bestätigte später den Entzug der Einreiseerlaubnisse für die Funktionäre.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf Kanadas strenge Grenzpolitik gegenüber Personen mit mutmaßlichen Extremismusverbindungen. Die Behörden haben keine weiteren Details zum Prüfverfahren bekannt gegeben, das Tajs Visum zunächst genehmigt hatte. Der Vorfall bleibt Gegenstand der Prüfung durch oppositionelle Abgeordnete.






