Kanada und Spanien verbünden sich für digitale Souveränität und KI-Innovationen
Sebastian VoigtKanada und Spanien verbünden sich für digitale Souveränität und KI-Innovationen
Kanada und Spanien besiegeln Abkommen für digitale Unabhängigkeit
Kanada und Spanien haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um ihre digitale Souveränität zu stärken. Das am 20. Mai geschlossene Abkommen konzentriert sich auf den Ausbau der KI-Infrastruktur und deren Einsatz in beiden Ländern. Bei der Unterzeichnungszeremonie in Ottawa waren prominente Persönlichkeiten anwesend, darunter Spaniens König Felipe VI. und Kanadas KI-Minister.
Die Zusammenarbeit wurde während des offiziellen Staatsbesuchs von König Felipe VI. in Kanada finalisiert. Zusammen mit dem spanischen Vize-Regierungschef Carlos Cuerpo und dem kanadischen Minister Evan Solomon verfolgte er die Unterzeichnung. Der König betonte anschließend die Bedeutung starker Bündnisse in unsicheren Zeiten.
An dem Projekt sind die kanadischen Technologieunternehmen Cohere und Coveo sowie das spanisch-kanadische Unternehmen Multiverse Computing beteiligt. Ihr Ziel ist es, KI-Systeme zu entwickeln, die eine glaubwürdige Alternative zu den aktuellen Marktführern bieten. Samuel Mugle, der Technologiechef von Multiverse, deutete an, dass dies den Grundstein für ein breiteres internationales KI-Abkommen legen könnte.
Multiverse Computing spezialisiert sich auf quanteninspirierte Lösungen und strebt die Entwicklung wettbewerbsfähiger, ethisch verantwortungsvoller KI an. Die Beteiligung des Unternehmens unterstreicht den innovativen und nachhaltigen Ansatz des Projekts.
Während seines Besuchs traf König Felipe VI. auch die Schriftstellerin Margaret Atwood, der er den Joan-Margarit-Preis für Lyrik 2025 überreichte – eine kulturelle Note inmitten der diplomatischen Reise.
Das Abkommen markiert einen konkreten Schritt hin zu einer gemeinsamen digitalen Souveränität Kanadas und Spaniens. Durch die Bündelung von Ressourcen und Fachwissen wollen beide Länder eine KI-Infrastruktur aufbauen, die die Abhängigkeit von dominierenden Anbietern verringert. Die Zusammenarbeit könnte zudem ein Vorbild für eine stärkere internationale Kooperation in diesem Bereich sein.






